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Veröffentlicht: 30.04.2017, 14:45 Uhr

Formel-1-Frustsaison Alonso scheitert schon vor dem Start

Die Formel-1-Saison läuft für Fernando Alonso und McLaren-Honda weiterhin denkbar schlecht. Noch kein einziges Mal kam der Spanier bislang ins Ziel. Diesmal erreichte er nicht mal die Startlinie.

© EPA Verliert zusehends die Lust: Fernando Alonso

Fernando Alonsos Frustsaison in der Formel 1 erreicht von Rennen zu Rennen den nächsten Tiefpunkt. Diesmal hat er mit seinem McLaren-Honda nicht mal die Formationsrunde vor dem Großen Preis von Russland geschafft. Der Spanier musste sein Auto wenige hundert Meter vor der Startlinie abstellen. Zu Fuß nahm er den Weg in die Box in Angriff. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister konnte damit auch im vierten Rennen in dieser Saison nicht das Ziel erreichen.

Mit 32 Rennerfolgen ist Alonso noch immer der sechsterfolgreichste Pilot nach Siegen. Zudem ist er als einer der besten Steuerkünstler im Fahrerfeld anerkannt. Doch diese Saison fährt er nur hinterher – oder halt gar nicht. Schon die Vorsaison war nicht besonders gut gelaufen. Die Hoffnung, dass sein Wagen dieses Jahr besser seine würde als das Vorjahresmodell wurde aber aufs Bitterste enttäuscht. Der Antrieb von Honda ist nicht konkurrenzfähig und dazu noch maximal unzuverlässig. Alonsos Teamkollege Stoffel Vandoorne musste in Sotschi wegen diverser Teilewechsel eine Strafe von 15 Startplätzen hinnehmen und vom letzten Rang losfahren.

46146391 © EPA Vergrößern Ein Auto, das nicht fährt...: Der McLaren-Hondo von Alonso ist maximal unzuverlässig.

Sein Heimrennen in Spanien in zwei Wochen muss Alonso durchhalten, dann darf er einen Ausflug zur amerikanischen Rennserie Indy500 genießen. Schlechter als in der Formel 1 kann es ja gar nicht laufen.

In Bahrein vor 14 Tagen schaffte Alonso immerhin fast ein ganzes Rennen, zwei Runden vor dem Ziel musste er dann dennoch in die Garage abbiegen. Zuvor hatte er schon via Boxenfunk festgestellt: „Ich glaube, ich bin in meinem Leben nicht mit weniger Power gefahren.“ Als sein Team ihm während des Rennens mitteilte, zu Plan B in der Rennstrategie wechseln zu wollen, meinte er seinerzeit: „Macht, was ihr wollt.“

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