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Formel 1 in Monte Carlo Rosberg verdient sich den besten Startplatz

Beim Rennen des Jahres in Monte Carlo startet Nico Rosberg von der Pole-Position. Er beherrscht seine Heimstrecke. Die Aussichten für das Rennen am Sonntag (14.00 Uhr) sind gut, falls Rosberg beim Start vor Hamilton und Vettel bleibt.

© REUTERS Vergrößern Erster! Nico Rosberg zeigt, dass er seine Heimstrecke in Monte Carlo beherrscht

Kann man sich die Pole-Position verdienen? Man kann: Nico Rosberg war Schnellster am Donnerstagvormittag beim Training zum Großen Preis von Monaco, dann Bester am Nachmittag, am Samstagvormittag und schließlich im Qualifying. Der Mercedes-Pilot beherrscht seine Heimstrecke. Entsprechend begeistert reagierte der im Fürstentum aufgewachsene Deutsche. Er streckte immer wieder den rechten Arm aus dem Cockpit und gab einen Fingerzeig: Erster.

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Die Freude nach der dritten Pole-Position bei sechs Gelegenheiten in dieser Saison ist verständlich. Rosberg darf sich Hoffnungen machen, erstmals das Rennen des Jahres an diesem Sonntag (14.00 Uhr / Live bei RTL, Sky und im Formel-1-Ticker bei FAZ.NET) zu gewinnen. Falls er denn beim Start vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton und dem zufriedenen Weltmeister Sebastian Vettel (Dritter/Red Bull) bleibt und dann das Rennen kontrollieren kann.

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Zwar gilt der Mercedes über eine Runde als das schnellste Auto. Aber zuletzt nutzte selbst die Pole-Position in Barcelona nichts. Rosberg wurde während des Rennens durchgereicht (6.), weil die Hinterreifen zu stark abbauten. Damit ist in Monaco nach dem Stand der Dinge nicht zu rechnen. Die Rennsimulation am Donnerstag zeigte, dass Mercedes halbwegs mithalten kann mit Ferrari (Alonso wurde Sechster) oder Lotus.

Das liegt vor allem am Stadtkurs. Die Pneus werden in den langsamen nicht so belastet wie zuletzt beim Großen Preis von Spanien. „Die Ausgangslage ist ganz gut“, sagte Rosberg, „aber ganz ist unser Reifenproblem noch nicht weg.“

Monaco Formula One Grand Prix © dpa Vergrößern Er hat die beste Aussicht in Monte Carlo: Nico Rosberg startet von Platz eins

Hektik kam zum Ende des zweiten Durchgangs auf, als knapp vier Minuten vor Schluss die ersten Piloten nach einem Regenguss von Intermediates (für eine feuchte Piste) auf Slicks (trockener Asphalt) wechselten. Ein Spiel, das Timing verlangt, weil die Strecke mit jeder Runde, mit dem zunehmendem Gummiabrieb auf der Ideallinie, mehr Haftung bietet und die Zeiten für die Stadttour zusehends fallen.

Adrian Sutil gelang im letzten Versuch ein Sprung auf Rang sechs, er wurde schließlich Achter. Ein bemerkenswertes Ergebnis, weil sein Teamkollege bei Force India, Paul di Resta, nicht mal den ersten Durchgang überstanden hatte und als einer von sechs Fahren aus dem Rennen um den besten Startplatz fiel. Dessen früherer Teamkollege Nico Hülkenberg aus Emmerich im Rheinland erreichte mit seinem Sauber Platz elf.

Prominentes Opfer der Tücken des Stadtkurses war Felipe Massa. Der Brasilianer hatte während des dritten Trainings am Samstag-Vormittag beim Anbremsen vor der St.-Dévote-Kurve die Kontrolle über seinen Ferrari verloren. Da es kaum Auslaufzonen gibt, schlug er in die Leitplanken ein. Den schwer beschädigten Boliden konnten die Mechaniker bis zum Ende des ersten Durchgangs im Qualifying nicht beheben.

Weil Massa nicht einmal ausrückte, geschweige denn eine Rundenzeit zu Buche stehen hat, muss er das Rennen vom letzten Startplatz aus beginnen. Romain Grosjean hatte mehr Glück. Sein demolierter Lotus wurde noch rechtzeitig fertig. Der Genfer landete nach seinem zweiten Crash in Monaco an der gleichen Stelle (St. Dévote) auf dem 13. Rang, was allerdings nicht der Qualität des Autos entspricht. Teamkollege Kimi Räikkönen wurde Fünfter.

Grand Prix von Monaco - Qualifikation

1. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1:13,876 Min.
2. Lewis Hamilton (England) Mercedes 1:13,967
3. Sebastian Vettel (Heppenheim) Red Bull 1:13,980
4. Mark Webber (Australien) Red Bull 1:14,181
5. Kimi Räikkönen (Finnland) Lotus 1:14,822
6. Fernando Alonso (Spanien) Ferrari 1:14,824
7. Sergio Perez (Mexiko) McLaren Mercedes 1:15,138
8. Adrian Sutil (Gräfelfing) Force India 1:15,383
9. Jenson Button (England) McLaren Mercedes 1:15,647
10. Jean-Eric Vergne (Frankreich) Toro Rosso 1:15,703
11. Nico Hülkenberg (Emmerich) Sauber 1:18,331
12. Daniel Ricciardo (Australien) Toro Rosso 1:18,344
13. Romain Grosjean (Frankreich) Lotus 1:18,603
14. Valtteri Bottas (Finnland) Williams 1:19,077
15. Giedo van der Garde (Niederlande) Caterham 1:19,408
16. Pastor Maldonado (Venezuela) Williams 1:21,688
17. Paul di Resta (Schottland) Force India 1:26,322
18. Charles Pic (Frankreich) Caterham 1:26,633
19. Esteban Gutiérrez (Mexiko) Sauber 1:26,917
20. Max Chilton (England) Marussia 1:27,303
21. Jules Bianchi (Frankreich) Marussia -
22. Felipe Massa (Brasilien) Ferrari -

Quelle: FAZ.NET

 
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