Home
http://www.faz.net/-gu4-6ynnq
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Formel 1 in Malaysia Schumacher Zweiter

 ·  Nicht viel fehlt Michael Schumacher im Training zur Bestzeit in Malaysia. Nur Lewis Hamilton ist schneller. Jenson Button und Sebastian Vettel schenken sich hingegen keine Tausendstelsekunde.

Artikel Bilder (2) Interaktiv (1) Lesermeinungen (0)
© dapd Schneller Silberpfeil: Michael Schumacher muss nur einem im Training die Vorfahrt lassen

Wieder ein McLaren an der Spitze, aber diesmal war Michael Schumacher der erste Verfolger. Beim ersten Abtasten vor dem Großen Preis von Malaysia im schwülheißen Sepang musste sich der siebenmalige Weltmeister in der Tagesabrechnung einzig Lewis Hamilton geschlagen geben.

Titelverteidiger Sebastian Vettel konnte seinen zweiten Platz vom Morgen bei der zweiten anderthalbstündigen Session nicht verteidigen. „Wenn man auf die Zeitenliste schaut, wären wir gerne ein bisschen weiter oben gewesen“, räumte der Formel-1-Doppelweltmeister am Freitag an.

Nachdem Vettel bei seiner schnellsten Runde im ersten Freien Training 1:38,535 Minuten für den 5,543 Kilometer langen Kurs gebraucht hatte, war der Heppenheimer am Nachmittag fast eine Sekunde langsamer und landete auf Rang zehn. Auf die Tausendstelsekunde genau die Vettel-Zeit vom Morgen fuhr hingegen Auftaktsieger und WM-Spitzenreiter Jenson Button in der zweiten Einheit.

„Die McLarens sind wieder sehr stark“, betonte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Schon in Melbourne hatte sein Star-Pilot über Schwierigkeiten mit der Balance seines neuen Wagens geklagt. Ganz gelöst sind diese immer noch nicht. „Das Problem ist immer noch da“, gab Vettel zu. „Das liegt bei uns daran, dass wir das Auto noch nicht optimal verstehen“, meinte Red Bulls Motorsportdirektor und frühere Pilot Helmut Marko.

„Jetzt ist es an uns, das Auto für Samstag zu verbessern“, sagte Vettel, der sich in Malaysia nur allzu gern die WM-Führung zurückerobern würde. Nach den Siegen 2010 und 2011 könnte er mit einem weiteren Erfolg an diesem Sonntag (10.00 Uhr MESZ / Live im F.A.Z.-Ticker) sogar den Hattrick auf dem anspruchsvollen Kurs schaffen.

Nach Startrang sechs in Australien hadert die Red-Bull-Crew allerdings weiter über die Qualifikationsleistung des RB8. „Es hängt an der einen Runde“, sagte Marko. Bei Mercedes war zuletzt das Gegenteil der Fall, zumal sich der Silberpfeil als Reifenfresser erwies. Mit seinem Auftritt am Freitag bei einer Lufttemperatur von über 30 Grad und dem teilweise 47 Grad heißen Asphalt weckte Schumacher zwar abermals Hoffnungen auf einen vorderen Startplatz wie Rang vier in Melbourne.

Formel-1-Teams 2012: Unsere Nummer eins trägt eine andere Nummer

Überbewerten wollte er den zweiten Trainingsplatz am Nachmittag und damit auch in der Endabrechnung nicht: „Was es wert ist, finden wir am Sonntag raus.“ Ob es womöglich schon Samstag für seine erste Pole seit seiner Rückkehr in die Formel 1 vor gut zwei Jahren reicht? „Ich wäre nicht optimistisch genug, um das zu sagen. Realistisch gesehen kämpfen wir um Platz fünf“, bekräftigte Schumacher.

Allerdings deutete auch Teamkollege Nico Rosberg mit den Rängen drei und vier in den beiden Einheiten das Potential des Silberpfeils an, der bei der Konkurrenz jedoch weiter für Argwohn sorgt. „Wahrscheinlich nicht“, antwortete Red-Bull-Teamchef Horner am Freitag auf die Frage, ob die Diskussionen um den geheimnisvollen Heckflügel beendet seien.

Dort hat Mercedes einen sogenannten F-Schacht. Wie dieser genau funktioniert, weiß außer der Crew um Superhirn und Teamchef Ross Brawn offensichtlich kaum einer. Daher will Red Bull eventuell noch eine weitere Klärung, obwohl die Konstruktion von Renndirektor Charlie Whiting bereits als legal eingestuft worden war. „Wir haben nichts getan, was einen Protest verdient“, betonte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jubiläumsgeschenk als Verpflichtung

Von Daniel Meuren

Die Jubiläums-Saison ist vorbei. Das große Geschenk für 50 Jahre Bundesliga gibt es aber erst kommenden Samstag in Wembley. Die Liga muss ihr gewachsenes Ansehen nutzen, um auf die Chancengleichheit zu achten. Mehr