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Formel 1 in China: Qualifying Rosberg vor Schumacher - Vettel Elfter

Nico Rosberg startet von der Pole Position in den Großen Preis von China. Auf Platz zwei steht sein Mercedes-Teamkollege Michael Schumacher. Miserabel lief das Qualifying hingegen für den Weltmeister.

Formel-1-Pilot Nico Rosberg ist in China auf die erste Pole Position seiner Karriere gerast. Der Mercedes-Pilot legte am Samstag in Shanghai in der Qualifikation die schnellste Runde hin und startet damit beim Großen Preis von China am Sonntag vom ersten Platz aus. Bislang hatte es für Rosberg erst einmal im Jahr 2010 in Malaysia für Platz zwei gereicht.

Der Wiesbadener verwies Lewis Hamilton im McLaren und seinen Teamkollegen Michael Schumacher auf Platz und drei. Allerdings wird Hamilton in der Startaufstellung auf Platz sieben versetzt, da er nach dem Großen Preis von Malaysia Ende März das Getriebe wechseln musste. Damit starten beide Mercedes aus der ersten Reihe.

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„Das ist der absolute Hammer, ein gigantisches Gefühl“, sprudelte es am Samstag aus Rosberg heraus. Beim Großen Preis von China am Sonntag (09.00 Uhr MESZ/FAZ.NET-Liveticker) starten beide Silberpfeile aus der ersten Reihe - das gab es seit gut 56 Jahren nicht mehr. „Darauf hat Mercedes sehr lange gewartet. Jetzt haben wir es geschafft“, sagte Michael Schumacher. Am 11. September 1955 hatte mit Juan Manuel Fangio zuletzt ein Mercedes-Werksfahrer eine Formel-1-Pole-Position inne. Damals starteten Fangio, Stirling Moss und Karl Kling in Silberpfeilen an der Spitze des Feldes.

„Wir sind tatsächlich Erster und Zweiter, weil der Lewis zurückgesetzt wird - man glaubt es kaum“, frohlockte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. „Ich werde alles versuchen, ihn mir zu schnappen. Es ist fantastisch, ihn da zu sehen“, sagte Hamilton anerkennend über die Glanzleistung seines alten Kumpels Rosberg.

„Das ist natürlich schon doof“

Möglicherweise war Hamilton aber auch wegen des Missgeschicks seines WM-Konkurrenten Sebastian Vettel so gut gelaunt. Noch deutlich hinter dem WM-Zweitplatzierten Hamilton (30 Punkte) muss der WM-Sechste Vettel (18) von Platz elf aus starten. „Das ist natürlich schon doof“, kommentierte Vettel seine Leistung. Woran sein Aus bereits im zweiten Abschnitt lag, wusste der Weltmeister auch nicht so recht.

Pole Position: Nico Rosberg (Mercedes) Pole Position: Nico Rosberg (Mercedes) © AFP Bilderstrecke 

„Eigentlich war ich mit dem Auto zufrieden. Darauf will ich es nicht schieben. Schade, dass nicht mehr kam“, sagte der 24-Jährige. Zuletzt hatte der Red-Bull-Pilot im Oktober 2009 in Brasilien die Top Ten verpasst. Vor zweieinhalb Jahren reichte es in der verregneten Qualifikation nur zu Platz 16. Damals wurde im Rennen noch Platz vier daraus. Auf etwas Ähnliches setzt Vettel auch nun: „Ich denke mal, im Rennen ist noch alles drin.“

Eigentlich wollte Vettel nach Platz zwei zum Auftakt in Australien und Platz elf in Malaysia in China seinen Angriff auf die WM-Spitze um den führenden Fernando Alonso (35) starten. Der Ferrari-Pilot wurde zwar auch nur Neunter, doch gegen McLaren und vor allem Mercedes hatte Vettels Red Bull am Samstag das Nachsehen.

Mercedes hofft auf besseres Rennen

„Im Moment kommt vielleicht das letzte bisschen nicht“, haderte Vettel. Wer denn nun die Favoriten seien, wurde der Champion gefragt. „Die, die vorne stehen“, raunte der Heppenheimer zurück. Er selbst nicht mehr? Abwarten. Für das Rennen hat Vettel noch einen Satz neue Reifen und damit einen leichten Vorteil. „Das ist das einzig Gute“, meinte der Weltmeister.

Bei Mercedes wird nun gehofft, die erneut starke Qualifikation auch endlich am Rennsonntag zu bestätigen. „Das Rennen ist erst morgen“, mahnte Haug nach den schlechten Erfahrungen in den ersten beiden Saisonläufen. Trotz der Qualifikationsplätze vier in Australien und drei in Malaysia für Schumacher sammelten die Schwaben erst einen WM-Punkt. „Ich bin überzeugt davon, dass wir auch im Rennen Fortschritte machen werden“, versprach Pole-Fahrer Rosberg nun. Nico Hülkenberg wurde im Sahara Force India 16., Timo Glock 21. im Marussia.

Quelle: FAZ.NET mit dpa

 
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Veröffentlicht: 14.04.2012, 09:07 Uhr

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