Ferrari lässt im Kampf gegen WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel nichts unversucht. Die Scuderia schickte ihre Mechaniker und Ingenieure auch an diesem Samstag wieder zu einer Frühschicht auf den Yas Marina Circuit. Um fünf Uhr morgens begann die Crew am Ferrari weiterzuschrauben. Am Freitag hatte der Arbeitstag für die Roten sogar eine Stunde früher angefangen. Damit nutzten die Italiener zwei der insgesamt vier Ausnahmen, die pro Saison erlaubt sind. Normalerweise herrscht bis vier Stunden vor dem Training – am Freitag wäre dies bis neun Uhr und am Samstag bis zehn Uhr gewesen – praktisch eine sechsstündige Sperrfrist.
Dreizehn Punkte Rückstand
Ferraris Star-Pilot Fernando Alonso hat vor dem Großen Preis von Abu Dhabi dreizehn Punkte Rückstand auf Red-Bull-Pilot und Doppelweltmeister Vettel. Red Bull hatte seinen Boliden im Saisonverlauf technisch überarbeitet und erzielt seither deutlich bessere Zeiten. Diesen Rückstand konnte Ferrari bis dato nicht wett machen. Und so schrauben die Mechaniker wieder, prüfen technische Details und suchen nach Lösungen. Bisher vergebens: Gestern im Freien Training hatte Alonso mehr als 0,8 Sekunden auf die Bestzeit des Deutschen zurückgelegen – ein mehr als deutlicher Rückstand in der Formel 1.