http://www.faz.net/-gtl-93occ

Formel 1 in Brasilien : Vettel verpasst Pole Position nach Hamilton-Crash

  • Aktualisiert am

Qualifikation beendet, bevor sie angefangen hat: Lewis Hamilton (rechts) Bild: AFP

Schon in der Aufwärmrunde zur Qualifikation zum Großen Preis von Brasilien verbremst sich Hamilton und kracht in einen Reifenstapel. Etwas Pech hat auch Vettel.

          Sebastian Vettel hat im Ferrari die Pole Position für den Großen Preis von Brasilien knapp verpasst. Der 30 Jahre alte Heppenheimer musste sich am Samstag in São Paulo trotz eines frühen Ausscheidens von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes mit Platz zwei zufrieden geben. Vettel war auf dem Kurs in Interlagos 38 Tausendstelsekunden langsamer als der Finne Valtteri Bottas im zweiten Mercedes. „Ich wäre liebend gern vorn gewesen“, sagte Vettel. Dritter wurde sein finnischer Teamkollege Kimi Räikkönen vor dem niederländischen Red-Bull-Piloten Max Verstappen.

          Daniel Ricciardo belegte im zweiten Red Bull den fünften Rang, muss aber zehn Strafplätze zurück. Dadurch rückt Nico Hülkenberg auf Position sieben im Renault vor. Pascal Wehrlein nimmt das Rennen an diesem Sonntag (17.00 Uhr / live bei Sky und RTL und im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1) von Rang 16 in Angriff.

          „Ein Fehler, der Lewis das ganze Jahr nicht passiert ist“

          Noch weiter dahinter steht Hamilton. Nach dem bewaffneten Raubüberfall auf einen Teambus am Vorabend sorgte er für sportlichen Mercedes-Schreckmoment. 13 Tage nach seinem WM-Triumph krachte der Brite mit qualmenden Reifen in der Aufwärmrunde zu Beginn der Qualifikation in die Streckenbegrenzung. „Es war sehr ungewöhnlich für mich, es zeigt aber, dass wir alle Menschen sind“, sagte Hamilton. „Ein Fehler, der Lewis das ganze Jahr nicht passiert ist. Das muss ihm aber erlaubt sein“, meinte Teamchef Toto Wolff.

          Hamilton hatte sich so viel vorgenommen, fühlte sich weiter im Angriffsmodus. Am Freitag fuhr er prompt Streckenrekord. Als die 4,309 Kilometer lange Strecke im Stadtteil Interlagos am Samstag freigegeben wurde, zählte er zu den ersten, die rausfuhren. In Kurve sieben von insgesamt 15 passierte es. Hamilton schien schlicht zu schnell. In der Box schauten Wolff und -Oberaufseher Niki Lauda ernüchtert auf den Bildschirm, der den demolierten Mercedes in den Reifenstapeln zeigte. Den Helm mit den goldenen vier Sternen für die vier WM-Titel hatte er mittlerweile gegen die Kapuze des Team-Anoraks eingetauscht. Ihm gehe es gut, versicherte der Brite.

          Aus dem erhofften Kampf zwischen Weltmeister Hamilton und dem geschlagenen Vettel wurde es nichts. Dafür konnte sich der 30 Jahre alte Heppenheimer direkt mit dem Rivalen um seinen zweiten WM-Rang messen. Bottas hat 15 Punkte Rückstand vor den letzten beiden Rennen dieser Saison in Brasilien und Abu Dhabi. Er will mit aller Macht die Serie der Silberpfeile aufrechterhalten, die neben dem Fahrer- und dem Konstrukteurstitel seit einschließlich 2014 auch immer den zweiten Platz im Pilotenranking am Ende einer Saison holten. Und es wurde ein echtes Duell - mit dem besseren Ausgang für Bottas.

          Im Training am Freitag war der Ferrari noch deutlich langsamer gewesen als die Silberpfeile. Im Training vor der Quali war er schon sehr nahe rangekommen. In Q2 lag er vorn. Auf der letzten entscheidenden Runde aber unterbot Bottas noch mal die starke Vettel-Zeit.  Für Bottas war es die dritte Pole seiner Karriere. Eine, die nach aufkommender Kritik gut tat. „Ich zittere immer noch ein bisschen“, sagte der 28-Jährige.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Nur Regensburg gewinnt

          Zweite Bundesliga : Nur Regensburg gewinnt

          Punkteteilung, die beide schmerzt: Kaiserslautern bleibt abgeschlagen Tabellenletzter. Und Nürnberg verpasst den Sprung auf Rang eins. Jahn Regensburg gewinnt derweil gegen Bielefeld.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Trumps verbotene Wörter : Triggerwarnung für Republikaner

          Die amerikanische Regierung erklärt bestimmte Worte für unerwünscht, bestreitet aber, dass es sich um Zensur handelt. Tatsächlich dient die Anweisung vor allem dazu, rechtskonservative Abgeordnete zu besänftigen.

          Umstrittene Sandwesten : Auf Sand vertraut

          Seit Jahren tragen Kinder in deutschen Schulen schwere Westen, damit sie stillsitzen. Interessiert hat das keinen. Bis jetzt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.