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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Formel-1-Finale „Vettel hat alles richtig gemacht“

 ·  Muss Sebastian Vettel um seinen WM-Titel bangen? Aufnahmen sollen beweisen, dass er beim Rennen in Brasilien regelwidrig überholte. Bis zu diesem Freitag hat Ferrari Zeit, offiziell Protest einzulegen.

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© dpa im chaotischen Rennen von Brasilien fuhr Sebastian Vettel auf Platz sechs und wurde Weltmeister

Muss Sebastian Vettel (Red Bull) um seinen dritten WM-Titel bangen? Wenige Tage nach dem Großen Preis von Brasilien am vergangenen Sonntag sollen Fernsehaufnahmen beweisen, dass der Fünfundzwanzigjährige während des Rennens regelwidrig überholt hat. „Wir prüfen derzeit das Videomaterial, danach treffen wir eine Entscheidung“, sagte ein Ferrari-Sprecher am Donnerstag auf Anfrage.

Bis zu diesem Freitag hat Ferrari Zeit, offiziell Protest einzulegen. In einem Brief hat der italienischen Rennstall den Internationalen Automobil-Verband (Fia) schon um eine Stellungnahme gebeten. Es geht um zwei Szenen: In der vierten Runde des Rennens war Vettel an Jean-Eric Vergne (Toro Rosso) vorbeigezogen, in der achten Runde überholte Vettel dann Kamui Kobayashi (Sauber).

In beiden Fällen soll Vettel die Gelben Flaggen ignoriert haben, die Gefahr signalisieren und das Überholen untersagen. Während des Grand Prix hat jedoch kein Streckenposten einen Regelverstoß an die Rennleitung gemeldet, auch die Rennkommissare Garry Connelly, Silvia Bellot, Felipe Giaffone und Tom Kristensen hatten nichts unternommen.

Nach Informationen der Fachzeitung „auto, motor und sport“ gab es dafür auch keinen Grund: GPS-Daten belegten, dass Vettel keinen Regelverstoß begangen habe. So soll ein Streckenposten vor dem Vergne-Manöver schon mit der Grünen Flagge gewedelt und somit Entwarnung signalisiert haben.

Die Gelb-Phase beim Kobayashi-Manöver galt zwischen den Kurven acht und elf, Vettel überholte aber erst nach Kurve vierzehn. Renndirektor Charlie Whiting sagte: „Vettel hat auf die Flagge reagiert und alles richtig gemacht.“ Verstöße gegen die Gelbe-Flaggen-Regelung werden während des Grand Prix mit einer Durchfahrtstrafe geahndet.

Nachträglich - bislang aber immer noch am Renntag - werden für gewöhnlich 20-Sekunden-Strafen verhängt. Das würde im Fall von Vettel bedeuten, dass er vom sechsten auf den achten Platz zurückfällt. Damit wäre Alonso mit einem Punkt Vorsprung Weltmeister. Der Spanier hatte zuletzt getwittert: „Ich brauche keine Wunder, ich mache meine Wunder mit richtigen Gesetzen.“

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Jahrgang 1981, Sportredakteur.

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