Home
http://www.faz.net/-gu4-74prd
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Formel 1 Ferrari verzichtet auf Protest

Ferrari legt keinen Protest gegen die Wertung des Großen Preises von São Paulo ein. Die Affäre um ein angeblich strittiges Überholmanöver des Weltmeisters Sebastian Vettel beim Saisonfinale sei „abgeschlossen“.

© dpa Vergrößern Kein Protest: Ferrari und Alonso sind mit der Rennwertung einverstanden

Nach der Abfuhr durch den Weltverband hat Ferrari seinen Widerstand gegen Sebastian Vettels Formel-1-Titel endgültig aufgegeben. Das Team des WM-Zweiten Fernando Alonso verzichtete an diesem Freitag auf einen Protest gegen ein strittiges Überholmanöver des Weltmeisters und erklärte „den Fall für abgeschlossen“. Zuvor hatte der Internationale Automobilverband auf einen Brief der Scuderia geantwortet und Vettel von einem Fehlverhalten freigesprochen.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone kritisierte Ferrari scharf für den indirekten Angriff. „So etwas passt einfach nicht zu Ferrari“, sagte Ecclestone dem britischen „Telegraph“. Der 82-Jährige kündigte an, mit Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo darüber reden zu wollen. Die Scuderia verteidigte sich in ihrer knappen Mitteilung damit, dass die Videobilder von Vettels Manöver gegen den Franzosen Jean-Eric Vergne erst einige Tage nach dem entscheidenden Rennen in São Paulo aufgetaucht seien. Einige der Aufnahmen sollen angeblich zeigen, dass der Red-Bull-Pilot regelwidrig unter Gelber Flagge überholt.

„Zehntausende Anfragen aus aller Welt“

„Wir haben zehntausende Anfragen zu dieser Sache aus aller Welt erhalten“, schrieb Ferrari. Im Sinne aller Formel-1-Fans habe man sich gezwungen gesehen, die Fia um Überprüfung zu ersuchen. Das Schreiben an die Fia sei in keiner Weise dazu gedacht gewesen, die Rechtmäßigkeit des Rennergebnisses in Zweifel zu ziehen. Der Eindruck war jedoch ein anderer. Auf nicht wenige wirkte die Scuderia wie ein schlechter Verlierer. Schnell geriet Alonso in den Verdacht, das Team zu dem Brief gedrängt zu haben. Schließlich wäre der Spanier bei einer nachträglichen Bestrafung Vettels doch noch Weltmeister geworden – das ist nun keine Option mehr.

Mehr zum Thema

„Das Überholmanöver stellt keinen Regelbruch dar, also muss nicht wegen eines Vergehens ermittelt werden“, teilte die Fia mit. Diese Antwort habe auch Ferrari erhalten. Schon am Vortag hatte Rennleiter Charlie Whiting geschildert, dass ein Streckenposten vor Vettels Manöver eine Grüne Flagge geschwenkt habe und damit freie Fahrt signalisierte. „Vettel hat auf die Flagge reagiert und alles richtig gemacht“, meinte Whiting.

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Formel 1 Ecclestone bleibt Geschäftsführer

Ruhestand mit 84 Jahren? Nicht mit Bernie Ecclestone. Der Brite wird vom Rechteinhaber CVC ein weiteres Mal bestätigt als Geschäftsführer der Formula One Group. Mehr

19.12.2014, 08:23 Uhr | Sport
Wechsel bestätigt Endlich offiziell: Vettel zu Ferrari

Wie am Donnerstag bestätigt wurde, wird der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel in der kommenden Saison zum italienischen Rennstall Ferrari wechseln. Mehr

22.11.2014, 19:30 Uhr | Sport
Formel 1 Ferrari räumt weiter auf

Der Einfluss des Vierfach-Weltmeisters Vettel? Der Ferrari-Umbau geht weiter. Nun müssen der Chef-Designer und der Chef-Ingenieur gehen. Mehr

16.12.2014, 20:09 Uhr | Sport
Ecclestone hofft auf 100-Millionen-Dollar-Deal

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat 100 Millionen US-Dollar geboten, um den Korruptionsprozess zu beenden. Heute will das Landgericht München über einen Vergleich entscheiden. Mehr

05.08.2014, 12:10 Uhr | Wirtschaft
Rückkehr zu McLaren Alonso beendet seinen Poker

Paukenschlag in der Formel 1: Fernando Alonso unterschreibt bei McLaren und fährt damit wieder für jenes Team, das er 2007 noch an den Rand des Ruins getrieben hat. Motorenpartner Honda hat sich wohl gegen Alonsos Intimfeind Ron Dennis durchgesetzt. Mehr Von Michael Wittershagen

11.12.2014, 13:47 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 30.11.2012, 13:14 Uhr

Schöne Bescherung durch die Fifa

Von Anno Hecker

Der Bericht des früheren Chefermittlers Michael Garcia wird nun doch veröffentlicht. Das ist ein großer Erfolg. Nun könnte auch das Verhalten Franz Beckenbauers für jedermann offensichtlich werden. Ein Kommentar. Mehr 2 5