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Formel 1: Der Rennfilm Sepang spricht Spanisch

Ferrari hat ein unterlegenes Auto - aber einen überragenden Fahrer: Fernando Alonso siegt unter schwierigen Bedingungen in Sepang. Perez wird Zweiter im Sauber, Hamilton Dritter. Vettel geht leer aus. Der Rennfilm aus Sepang.

Vor dem Start: Sie haben es sich so schön ausgedacht bei Red Bull. Als einziger der ersten Zehn will Sebastian Vettel auf der härteren Gummimischung starten, diese Entscheidung ist das Resultat des schwachen Samstags. Wieder stimmt die Balance des RB8 nicht, der Wagen ist zu instabil und zu langsam. „Wir hatten keine Chance auf die Pole Position, also haben wir uns für eine andere Strategie entschieden“, sagt Teamchef Christian Horner. Die Dominanz von Red Bull im Zeitentraining ist vorerst verschwunden, im vergangenen Jahr ging Vettel noch fünfzehn Mal von ganz vorne in einen Grand Prix. In dieser Saison muss er sich anstellen. Hinter Teamkollege Mark Webber (4.), Michael Schumacher im Mercedes (3.) und die beiden McLaren-Piloten Jenson Button (2.) und Lewis Hamilton.

Michael Wittershagen Folgen:

Installationsrunde: Als die Autos in die Startaufstellung rollen, kommt der Regen. Zuerst fallen nur wenige Tropfen in einigen Teilen des Sepang International Circuit. Aber die Wettermonitore der Teams verheißen nichts Gutes. Alle Top-Teams entscheiden sich für Intermediate-Reifen.

El campeón: Fernando Alonso El campeón: Fernando Alonso © dapd Bilderstrecke 

Start: Seite an Seite schießen Hamilton und Button auf die erste Kurve zu, hinter den beiden Engländern kämpft Schumacher um seine dritte Position, muss aber Romain Grosjean (Lotus) vorbei ziehen lassen. Im internen Red-Bull-Duell behauptet sich Webber gegen Vettel. Ein erster Vorgeschmack auf das, was noch folgen sollte.

1. Runde: Die Autos rutschen über den Asphalt, Gischt steigt auf, und trotzdem bleiben die Kämpfe hart. Webber geht außen an Schumacher und Grosjean vorbei. Vor der vierten Kurve setzt auch der Rekordweltmeister an zum Überholen – und wird vom Lotus des Franzosen getroffen. Beide drehen sich, können das Rennen aber fortsetzen. Schumacher kommt als 16. zum ersten Mal über die Start- und Ziellinie.

2. Runde: Die Verantwortlichen von Sauber behalten den Überblick, holen Sergio Perez in die Box und wechseln auf Regenreifen. Ein Risiko, das sich noch auszahlen wird.

4. Runde: Ein Gewitter zieht auf über dem Kurs, der Regen wird immer heftiger. Die ersten Piloten können das Auto nicht mehr beherrschen. Grosjean dreht sich von der Strecke und landet im Kiesbett.

5. Runde: Als erster Mann aus der Spitzengruppe entscheidet sich Button für Regenreifen. Er kommt direkt hinter Schumacher zurück auf die Strecke und spielt den Vorteil seiner Pneus aus. Schon nach wenigen Hundert Metern zieht er ohne Probleme vorbei am Dreiundvierzigjährigen. Ganz vorne meldet Hamilton Aquaplaning.

6. Runde: Hektik in der Boxengasse: Zunächst fährt Hamilton vor, dann kommen die Verfolger. Red Bull und Mercedes fertigen jeweils beide Piloten innerhalb von zehn Sekunden ab. Großer Gewinner der Konfusion in den ersten Minuten ist Perez: Der Mexikaner, als Neunter gestartet, schiebt sich bis auf den dritten Platz nach vorne.

7. Runde: Button nimmt die Verfolgung von Hamilton auf, doch er kann kaum etwas sehen. „Im letzen Sektor fühlt es sich an wie in einem See“, sagt Button. Perez verliert kurz die Kontrolle über das Auto, ebenso wie Vettel und Nico Rosberg (Mercedes). Jeder von ihnen kann das Rennen fortsetzen, doch die Rennleitung schickt das Safety Car auf die Strecke.

9. Runde: Rote Flaggen, das Rennen wird unterbrochen. Der Regen ist zu heftig, zudem schlägt ein Blitz direkt neben der Strecke ein. Die Teams bauen kleine Zelte auf der Start- und Zielgeraden auf, um Autos und Fahrer weitgehend trocken zu halten. Die große Überraschung: Narain Karthikeyan reiht sich in seinem unterlegenen HRT als Zehnter ein, der Inder war als einziger Pilot von Beginn an auf Regenreifen unterwegs.

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