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Formel 1 auf dem Nürburgring Alonso auf der Pole Position - Schumacher in Reihe eins

 ·  Michael Schumacher startet beim Großen Preis von Europa an diesem Sonntag hinter Fernando Alonso von Platz zwei. Der Ferrari-Pilot war in der Qualifikation für das Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring 0,209 Sekunden langsamer als der WM-Spitzenreiter im Renault.

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Ausgerechnet beim Heimrennen hat Michael Schumacher den Kampf um die Pole Position gegen Weltmeister Fernando Alonso verloren. Der Ferrari-Star fuhr im Qualifikationstraining zum Großen Preis von Europa 0,209 Sekunden langsamer als der Spanier und mußte sich mit dem zweiten Platz begnügen. „Damit können wir ganz gut leben“, kommentierte Schumacher seine Niederlage am Samstag dennoch relativ gelassen. „Daß Renault hier ganz vorne steht, ist keine Überraschung.“ Vorjahressieger Alonso jubelte über seine erste Saisonbestzeit: „Das ist ein tolles Gefühl. Ich hoffe, ich bin auch im Rennen vorn.“

Die Fans können sich dank der brisanten Paarung in der ersten Startreihe am Sonntag (Start: 14.00 Uhr/RTL und Premiere) beim fünften Formel-1-Lauf auf den nächsten Grand-Prix-Thriller nach Imola freuen. „Das wird spannend“, sagte Schumacher. „Wir haben ein gutes Paket. Jeder hat gute Chancen und der Bessere wird gewinnen.“

Zwei Ferrari sitzen Alonso im Heck

Sein Renault-Rivale rechnet ebenfalls mit „einem ganz knappen Rennen“. Ferrari sei sehr schnell, aber er sei zuversichtlich, auch nach der ersten Kurve die Spitzenposition verteidigen zu können. Der Spanier muß aber nicht nur auf seinen Nebenmann aus Kerpen höllisch aufpassen, sondern auch auf dessen Teamkollegen Felipe Massa. Als Dritter sitzt der Brasilianer dem Titelverteidiger direkt im Heck.

Zehntausende von „Rotkäppchen“ versuchten mit lautstarkem Getöse vergeblich, ihren Liebling an die Spitze zu treiben. Schumacher hatte in 1:30,028 Minuten auf dem 5,148 Kilometer langen Kurs keine echte Chance, den deutlich schnelleren Spanier abzufangen. Alonso führte die insgesamt zehnte Pole Position seiner Karriere „auf einige Abstimmungsveränderungen“ an seinem Renault zurück.

McLaren-Mercedes ohne Chance auf Pole Position

Toyota-Pilot Ralf Schumacher (Kerpen) verpaßte ausgerechnet bei seinem Jubiläum den Einzug ins Qualifikationsfinale und muß bei seinem 150. Grand-Prix vom elften Startplatz ins Rennen gehen. Nico Rosberg verlor sogar seinen zwölften Platz wegen eines Motorwechsels. „Schade, daß ich nicht in die dritte Runde gekommen bin. Aber letztlich macht es nicht viel aus, denn ich muß eh von hinten starten“, sagte der 20 Jahre jungen Williams-Vertreter aus Wiesbaden.

Der Trainingsfünfzehnte Nick Heidfeld rückt durch insgesamt zwei Triebwerkwechsel um zwei Positionen vor. „Nick kam nicht so zurecht. Er hat Zeit eingebüßt“, reagierte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen enttäuscht auf die schwache Vorstellung des Mönchengladbachers. Dagegen überzeugte der Kanadier Jacques Villeneuve als Achter und erhielt vom Teamchef ein Lob für den „guten Startplatz“.

Keine Rolle im Kampf um die Pole Position spielten die McLaren-Mercedes-Männer: Der Finne Kimi Räikkönen belegte den fünften Rang, sein kolumbianischer Teamkollege Juan Pablo Montoya wurde Neunter. „Unsere Strategie sollte im Rennen eine gute Vorstellung ermöglichen“, hofft Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug dennoch auf Podestplätze der Silberpfeile.

Vor dem Europa-Grand-Prix führt Alonso die WM-Wertung souverän mit 36 Punkten an. Michael Schumacher (21) weist als Zweiter 15 Zähler weniger auf. Räikkönen (18) ist Gesamtdritter.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
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