Home
http://www.faz.net/-gu4-71dv1
Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

De-Villota-Unfall Kein technischer Defekt

 ·  Ein Defekt am Rennwagen ist nicht schuld am schweren Unfall der Testpilotin Maria de Villota. Das ergab die Untersuchung des Marussia-Teams. Die Spanierin erlitt einen Schädelbruch und verlor ein Auge.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)
© REUTERS Am schweren Unfall der Testpilotin Maria de Villota ist kein technischer Fehler schuld

Der schwere Unfall der spanischen Formel-1-Testpilotin Maria de Villota wurde laut einer Untersuchung des Marussia-Teams nicht durch einen Defekt am Rennwagen verursacht. Das teilte das Team knapp zwei Wochen nach dem folgenreichen Crash der 32-Jährigen am Montag in einer Presseerklärung mit.

„Wir sind beruhigt, dass unsere internen Ermittlungen ergeben haben, dass wir das Auto als Unfall-Faktor ausschließen können“, sagte Teamchef John Booth. Nun gelte es weiterhin, mit voller Kraft die verunglückte Maria de Villota und deren Familie in jeglicher Hinsicht zu unterstützen.

Die Spanierin ist seit einer Woche nicht mehr auf der Intensivstation des Addenbrookes Hospitals. Ihr rechtes Auge hatten die Ärzte bei einer mehrstündigen Operation gleich nach dem Unfall nicht mehr retten können. De Villota erlitt zudem einen Schädelbruch. Drei Tage nach dem Unfall auf dem Flughafen Duxford hatte sie sich einem weiteren Eingriff unterziehen müssen.

In der vergangenen Woche hatte das Marussia-Team mitgeteilt, dass de Villota kleine, aber signifikante Fortschritte mache. „Trotz ihrer ernsthaften Verletzungen verläuft Marias Erholung bemerkenswert“, hieß es in der damaligen Mitteilung.

„Es ist so unfassbar unglücklich“

Bei dem Unfall war sie gegen die Laderampe eines Lasters des eigenen Teams geprallt. De Villota hatte sich auf dem Weg zurück in die Box befunden, nachdem sie eine erste Runde der sogenannten Gerade-Aus-Tests absolviert hatte. Augenzeugen hatten berichtet, dass der Wagen unmittelbar vor dem Unfall noch einmal beschleunigt habe. Zudem sollen die Hinterreifen des Rennwagens blockiert und die Testfahrerin daraufhin die Kontrolle über das Auto verloren haben. Maria de Villota war in Höhe des Kopfes gegen die Laderampe gekracht.

„Es ist so unfassbar unglücklich“, hatte der Formel-1-Renndirektor Charlie Whiting der spanischen Zeitung „Marca“ gesamt. So ein Unfall passiere einmal in fünf Millionen Fällen. Maria de Villota, Tochter des früheren Formel-1-Piloten Emilio de Villota, war kurz vor Saisonbeginn von Marussia als Ersatzfahrerin verpflichtet worden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Mit Tiger im Fischglas

Von Wolfgang Scheffler

Lindsey Vonn bringt Tiger Woods kein Glück - zumindest nicht auf den Greens. Als Twitter-Begleiterin unterhält sie immerhin ihre Follower - und wundert sich über die eigenen Verfolger mit Kamera. Mehr 1