Crashtest - die Formel-1-Kolumne: Zwei Hähne im Hühnerstall - Crashtest - FAZ
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Crashtest - die Formel-1-Kolumne : Zwei Hähne im Hühnerstall

Kann man sich diese beiden in einem Team vorstellen? Sebastian Vettel und Fernando Alonso Bild: dpa

Wechselt Sebastian Vettel 2014 zu Ferrari? Schon glauben einige, dass das Gerücht gezielt gestreut wurde, um den Deutschen im WM-Kampf mit Alonso abzulenken. Denn mit herkömmlichen Methoden wird der Spanier Vettel kaum noch überholen.

          Das Spektakel macht kurz Pause, und der Zirkus geht trotzdem weiter. Sebastian Vettel soll nach der kommenden Saison aus seinem Red Bull aussteigen und 2014 in das Cockpit eines Ferrari klettern. So meldet es der britische Sender BBC Anfang dieser Woche – und natürlich ist die Aufregung groß.

          Obwohl jeder der Beteiligten dieses Gerücht innerhalb weniger Stunden dementiert, ist es weiter in der Umlaufbahn. Vermutlich wird es dort bleiben, bis der Weltmeister tatsächlich einmal einen Vertrag bei der Scuderia unterschreibt oder seine Karriere beendet. Zu verlockend erscheint die Vorstellung, ihn einmal in einem roten Renner zu sehen.

          Aber seien wir doch einmal ehrlich: Vettel in einem Team mit Alonso, zwei Alphatiere in einem Rennstall – kann so eine Kombination wirklich gut gehen? Selbst Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, der selten etwas ablehnt, hat seine Zweifel daran: „Ich habe in den letzten zwanzig Jahren immer gesagt, dass ich nicht zwei Hähne in einem Hühnerstall haben will.“

          Vettel, ein Hahn? Derzeit geht die Mehrheit der Experten eher davon aus, dass der Fünfundzwanzigjährige schon in paar Wochen zum dritten Mal in Serie Weltmeister sein wird. Und genau das ist offenbar das Problem.

          „Ich habe in den letzten zwanzig Jahren immer gesagt, dass ich nicht zwei Hähne in einem Hühnerstall haben will“: Luca du Montezemolo

          Schon glauben einige, dass das Gerücht gezielt gestreut wurde – von den Ferrari-Verantwortlichen, die offenbar alles tun wollen, damit Alonso doch noch den Titel an sich reißt. Eines scheint dabei ausgeschlossen: Der Spanier wird es mit herkömmlichen Methoden kaum noch schaffen.

          Sein Ferrari mit der Typennummer F2012 kann in so kurzer Zeit nicht mehr auf das Niveau des Red Bull RB8 von Vettel kommen. Also wäre es doch gar keine so schlechte Idee, dem Gegner mit der Verunsicherungs-Taktik entgegen zu treten. Aber verlieren Vettel und die Verantwortlichen von Red Bull wegen einer einzigen Meldung wirklich die Nerven? Wohl kaum.

          Wechselt Vettel wirklich von Red Bull zu den Roten von Ferrari?

          Aber vielleicht kommt es ja wirklich anders, als wir denken. Alonso wird Weltmeister, Vettel wechselt zu Ferrari. Und wir hätten schon eine Idee, wer sein Nachfolger bei Red Bull sein könnte: Michael Schumacher wäre dann gerade einmal 45 Jahre alt, und der Rekordweltmeister könnte endlich einmal wieder in einem richtigen Rennauto zeigen, was er noch so draufhat. Allerdings: Schumacher soll schon dementiert haben.

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