http://www.faz.net/-gu4-7b5ak

Crashtest - Die Formel-1-Kolumne : Vom Stern verlassen

On-Off-Beziehung im endgültigen Aus: Lewis Hamilton und Nicole Scherzinger Bild: dapd

Lewis Hamilton brachte mit seiner Freundin, der Sängerin Nicole Scherzinger, Glamour an die Rennstrecke. Nun ist er aus der Kurve geflogen. Was das mit Sport zu tun hat? Der Crashtest!

          Dem Liebeskummer einfach davon rasen? Rein ins Cockpit, den Motor anlassen, das Visier nach unten schieben und dann rauf auf das Gaspedal? Schön wäre es. „Meine Welt hat sich komplett auf den Kopf gestellt, aber ich muss meinen Job machen. Ich muss beschäftigt sein, weil ich sonst den Verstand verliere“, sagt Lewis Hamilton der britischen „Sun“.

          Seit Wochen wurde über das Ende seiner Beziehung mit der amerikanischen Sängerin Nicole Scherzinger diskutiert, nun ist es offiziell: Das Glamour-Paar der Formel 1 ist keines mehr, der Mercedes-Fahrer wurde von seinem Stern verlassen. „Ich versuche gerade mein Bestes, positiv zu bleiben. Aber ich gehe gerade durch eine sehr, sehr harte Zeit, weil ich jemand sehr, sehr Speziellen verloren habe“, sagt Hamilton.

          Was das mit dem Sport zu tun hat? Mehr als sich manch einer vorstellen mag: 2007 machten Hamilton und Scherzinger ihre Beziehung offiziell, und der Brite wurde zu einer Sensation in der Formel 1: Platz eins in der Premierensaison, Weltmeister 2008, dazu brachte er wieder ein bisschen Glitzer und Glamour an die Rennstrecken. Höher ist er seitdem nie mehr geflogen, seine Karriere wurde zu einer wilden Achterbahnfahrt. Hamilton gewann Rennen, er zeigte einige der spektakulärsten Überholmanöver, die WM-Gesamtwertung aber schloss er danach nie besser als auf Platz vier ab.

          Ob es dabei Parallelen zur On-Off-Beziehung mit Scherzinger gibt,  ist nicht bewiesen. Aber wie soll einer, der als Mensch geschwächt ist, als Sportler weiter Höchstleistungen bringen? 

          Gute Zeiten, schnelle Zeiten: Hamilton in seiner Weltmeister-Saison 2008 Bilderstrecke
          Gute Zeiten, schnelle Zeiten: Hamilton in seiner Weltmeister-Saison 2008 :

          Andere machen aus ihren Beziehungen lieber eine Privatsache. Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull) spricht so gut wie gar nicht über seine Liebe, er bringt sie zumeist nicht mal mit an die Strecke, weil andere ihre Frau schließlich auch nicht mit ins Büro bringen. Rekord-Champion Michael Schumacher (Mercedes) ist es während seiner gesamten Karriere gelungen, dass seine Familie nicht zu einem Thema für die Medien wurde. Womöglich ist diese Einstellung, diese Konzentration auf das Wesentliche ein Faktor für den Erfolg. Denn auch Fernando Alonso (Ferrari) geriet immer wieder durch die Frauen an seiner Seite in die Schlagzeilen. Wie Hamilton fährt auch der Spanier seit Jahren Vettel zumeist hinterher.

          Hamilton ist wieder ein Solist, und er will das Beste draus machen: „Meine Welt ist aus den Fugen geraten, aber immerhin habe ich einen Job“, sagt er. Die schlechte Nachricht: Erst in knapp drei Wochen, beim Rennen in Budapest, darf er wieder Gas geben.

          Quelle: FAZ.NET

          Weitere Themen

          Vettel startet hinter Hamilton

          Formel 1 in Austin : Vettel startet hinter Hamilton

          Der WM-Spitzenreiter geht auch in den Vereinigten Staaten als Erster ins Rennen. Lewis Hamilton verweist Verfolger Sebastian Vettel auf Platz zwei. Der Ferrari-Pilot ist nach einigen Problemen zuvor trotzdem glücklich.

          Erdogan legt im Streit mit Amerika nach Video-Seite öffnen

          „Keine Demokratie“ : Erdogan legt im Streit mit Amerika nach

          Recep Tayyip Erdogan hat bei einer Rede in Istanbul gesagt, dass Amerika keine Demokratie sein könne. In den Vereinigten Staaten werden derweil Sicherheitskräfte Erdogans verklagt, weil sie bei einem Amerika-Besuch des türkischen Präsidenten gewalttätig gegenüber Demonstranten geworden sein sollen.

          Lebenslange Haft für "Reichsbürger" Video-Seite öffnen

          Schuldig gesprochen : Lebenslange Haft für "Reichsbürger"

          Das Oberlandesgericht Nürnberg befand den sogenannten Reichsbürger von Georgensgmünd wegen Mordes für schuldig. Er hatte im Oktober 2016 einen Polizisten erschossen, als SEK-Beamte Waffen in seinem Haus sicherstellen wollten.

          Topmeldungen

          Martin Schulz (rechts) mit dem designierten SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil

          Martin Schulz unter Druck : Vorsitzender auf Abruf

          Die SPD akzeptiert die Personalpolitik ihres Vorsitzenden nur mit Zähneknirschen. Für Martin Schulz wird der Weg bis zum Bundesparteitag im Dezember steinig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.