Home
http://www.faz.net/-gu6-7gsi4
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Crashtest - die Formel-1-Kolumne „Ich weiß“

Eddie Jordan ist samt Toupet und bunten Hemden einer der richtigen Typen der Formel 1. Zudem kann er in die Zukunft blicken. Die von Kimi Raikkönen liegt demnach bei Ferrari.

© dpa Vergrößern Orakel mit Toupet und bunten Hemden: Eddie Jordan weiß alles

Das Orakel der Formel 1 trägt gern Toupets und bunte Hemden, spricht englisch und liebt das Rampenlicht. Seine Sätze beginnt er gern mit zwei Worten: Ich weiß! „Ich weiß“, sagt Eddie Jordan also nun, „dass Kimi Räikkönen bei Red Bull andocken wollte.“ Das wissen wir inzwischen auch. Daniel Ricciardo allerdings wartet quasi schon mit laufendem Motor darauf, als neuer Teamkollege von Sebastian Vettel vorgestellt zu werden. Bleibt die Frage, was aus Räiikönen wird? „Als ihm klar wurde, dass die Gespräche mit dem Weltmeister-Team ins Nichts führen, hat er Kontakte zu Ferrari gesponnen“, sagt Jordan, der als BBC-Formel-1- Chefanalyst den Zirkus noch immer begleitet.

Michael Wittershagen Folgen:  

Ferrari? Schon stellen sich manche ein Turbo-Team bestehend aus dem Spanier Fernando Alonso und dem Finne Räikkönen vor. Die Italiener dementieren jedoch umgehend und schicken diese Vorstellung zurück in das Reich der Spekulationen. Davon lebt diese Branche. Und davon lebt Jordan. Es gibt noch immer viele Leute, die diesen Mann belächeln. Sie haben gute Gründe dafür. Eine bisschen Lächerlichkeit, ein wenig Provokation kombiniert mit Bauernschläue und charmanter Rücksichtslosigkeit - all dies gehört zum Geschäftsmodell von Jordan. So ist aus dem einstigen Bankkaufmann aus Irland ein Millionär geworden.

Mehr zum Thema

Zahnarzt wollte er einst werden, seine Eltern wünschten ihn sich gar als Priester. Anfang der neunziger Jahre stieg Jordan schließlich als Teamchef ein in die Formel 1, er entdeckte Boxenluder wie Katie Price für den schnellsten Zirkus der Welt und setzte Männer wie die Brüder Michael und Ralf Schumacher in seine Cockpits. Jordan wollte Rock’n Roll und den Rausch der Geschwindigkeit miteinander verbinden, geblieben ist er als einer der wenigen echten Typen im Fahrerlager.

Kimi Räikkönen © dpa Vergrößern Bald bei Ferrari? Eddie Jordan kennt schon die Zukunft von Kimi Raikkönen

Und als einer, der zumindest manchmal weiß, was er da sagt: Michael Schumacher beendet seine zweite Karriere? Jordan hat es ausgesprochen noch bevor es der Rekordweltmeister vermutlich selbst wusste. Lewis Hamilton wechselt von McLaren zu Mercedes? Jordan schickte diese Meldung in die Welt hinaus und versetzte das Fahrerlager in Aufregung. Und nun geht Räikkönen eine zweite Liaison mit Ferrari ein? „Ich weiß“, sagt Jordan.

Bild / Jordan und Schumacher 1991 © Panimages Vergrößern Kurzes Vergnügen: Michael Schumacher fuhr nur eine Runde für Eddie Jordan

Anno Hecker, Christoph Becker und Michael Wittershagen folgen in Crashtest - die Formel-1-Kolumne dem schnellsten Kreisverkehr der Welt auf den Formel-1-Rennstrecken und abseits der Boxengassen.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Formel-1-Tests Rosberg und Hamilton wechseln sich ab

Hamilton plagt sich mit Fieber, Teamkollege Rosberg macht der Nacken und Rücken zu schaffen. Dennoch gehen die Mercedes-Piloten bei den Formel-1-Tests auf die Strecke. Die schnellste Zeit fährt aber ein Red Bull. Mehr

20.02.2015, 19:24 Uhr | Sport
Formel 1 Ferrari präsentiert neues Vettel-Auto

Sebastian Vettel hat seinen neuen Ferrari-Boliden präsentiert. Mit der Roten Göttin will der Vierfach-Weltmeister an alte Erfolge anknüpfen. Mehr

30.01.2015, 21:37 Uhr | Sport
Formel-1-Tests Alonsos mysteriöser Unfall

Bewusstlos in die Mauer? Bei Testfahrten der Formel 1 in Barcelona gibt der Crash des Spaniers Rätsel auf. Er passt zum Auftritt seines Rennstalls McLaren-Honda. Mehr Von Hermann Renner, Barcelona

22.02.2015, 14:29 Uhr | Sport
Wechsel bestätigt Endlich offiziell: Vettel zu Ferrari

Wie am Donnerstag bestätigt wurde, wird der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel in der kommenden Saison zum italienischen Rennstall Ferrari wechseln. Mehr

22.11.2014, 19:30 Uhr | Sport
Uneinigkeit in Kommission Die Formel-1-Reform fällt aus

Motoren über 1000 PS, breitere Reifen und aggressiv wirkende Autos – so wollte die Formel 1 gegen das sinkende Interesse kämpfen. Doch daraus wird nicht. Eine Kommission lehnt Änderungen schon im kommenden Jahr ab. Mehr

18.02.2015, 10:41 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 21.08.2013, 11:51 Uhr