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Crashtest - die Formel-1-Kolumne : Da bist du platt

Geht er? Bleibt er? Sicher ist: Die deutschen Fernsehexperten werden ihren Kommentar dazu abgeben Bild: dapd

Es gibt Menschen im Formel-1-Zirkus, die schaffen immer wieder Wundersames. Die Experten im deutschen Fernsehen, zum Beispiel. Natürlich wissen sie nicht, ob Schumacher weitermacht. Aber besser als wissen ist besserwissen.

          Beinahe hätten wir ihn übersehen, den kleinen Schweizer. Dabei hat sich Marc Surer wirklich Mühe gegeben, um genau das zu vermeiden. Der Mann ist ein Experte – das steht jedenfalls so in seiner Berufsbezeichnung. Für den Fernsehsender „Sky“ analysiert Surer die Rennen, erklärt die Formel 1, und manchmal verteilt er sogar Ratschläge: „Ich wäre an seiner Stelle nie zurückgekehrt. Er war ein Mythos, er war unerreichbar, aber er ist zurückgekehrt und hat gezeigt, dass er auch keine Wunder vollbringen kann“, sagte der Sechzigjährige nun gegenüber motorsport-total.com.

          Wen er meinte? Michael Schumacher! Ist doch klar, leichter kommt man schließlich nicht in die Schlagzeilen. Es ist ein Phänomen. Seit beinahe drei Jahren dreht sich Schumacher nach seinem Comeback wieder im Kreis, und seit beinahe drei Jahren urteilen Menschen über ihn, die in ihrer Laufbahn überschaubare Leistungen vollbracht haben. 82 Mal ging Surer in der Formel 1 an den Start, schaffte es allerdings kein einziges Mal auf das Podium. Warum also hätte der Mann zurückkehren sollen in die Königsklasse des Motorsports?

          Erst vor etwas mehr als einem Jahr erregte „RTL“-Kollege Christian Danner ein bisschen Aufmerksamkeit, als er verriert: „Ich habe immer gesagt, Rosberg macht ,Schumi’ wieder platt.“ Danner stand übrigens 36 Mal in der Startaufstellung in der Königsklasse des Motorsports, viele haben ihn auf der Strecke „platt“ gemacht – vermisst hat ihn deshalb niemand so wirklich. Ob Schumacher vermisst würde, wenn er seinen auslaufenden Vertrag bei Mercedes nicht verlängert?

          Eigentlich kann dies nur eine rhetorische Frage sein. Seit Monaten wird über die Zukunft des Rekordweltmeisters spekuliert. Macht er weiter? Oder stellt er seinen Boliden nach dem Rennen in Brasilien Ende November endgültig ab? Mit 43 Jahren? „Was will er noch in der Formel 1?“, fragt Surer. Dabei ist die Antwort ganz einfach: Spaß haben. Bleibt zu hoffen, dass die Freude am Fahren nicht nur die Besserwisser und Wendehälse in den Sprecherkabinen verdorben wird.

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