Home
http://www.faz.net/-gtl-76fag
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fifa-Präsident Blatter Nur 0,04 Prozent der Spiele manipuliert

 ·  Joseph Blatter spielt die Ausmaße des jüngsten Wettskandals herunter. Der Fifa-Präsident rechnete vor, dass nur 0,04 Prozent der Spiele weltweit manipuliert seien. Auch das Problem der Korruption sei kleiner als dargestellt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (2)
© dpa Vergrößern Eine Million Fußballspiele, rund 700 manipulierte Spiele: Macht 0,04 Prozent - sagt Joseph Blatter

Fifa-Präsident Joseph Blatter hat am Samstag in Botswana die Ausmaße des jüngsten Wettskandals im Fußball heruntergespielt. Nur ein sehr geringer Teil der Spiele weltweit sei manipuliert. Blatter folgerte, dass angesichts von mehr als einer Million Fußballspiele, die weltweit pro Jahr ausgetragen würden, rund 700 manipulierte Spiele nur einen Anteil von 0,04 Prozent ausmachten.

Auch das Problem der Korruption sei für ihn kleiner als es dargestellt werde, so Blatter. Der 76 Jahre alte Schweizer befindet sich im Vorfeld des Afrika-Cup-Finales auf einer Vier-Länder-Reise durch Afrika.

Das größere Problem sieht Blatter im Rassismus. Die Fifa prüfe harte Strafen gegen die Mannschaften, deren Fans oder Spieler rassistisch aufgefallen seien. „Wir denken auch über Punktabzug nach“, so Blatter in Botswanas Hauptstadt Gaborone. „Passiert das in einer K.o.-Runde, müssten wir die Mannschaft aus dem Wettbewerb schmeißen.“

Bei einem Testspiel des italienischen Erstligavereins AC Mailand Anfang Januar hatte Milans Boateng nach 26 Minuten den Platz verlassen, weil gegnerische Fans ihn und die übrigen dunkelhäutigen Milan-Spieler fortwährend verhöhnten. Die Mailänder Mannschaft weigerte sich weiterzuspielen, der Schiedsrichter brach daraufhin erstmals in Italien ein Fußballspiel wegen Rassismus ab. Die Entscheidung löste große Solidarität bei Profis und Funktionären aus.

  Weitersagen Kommentieren (1) Merken Drucken
Weitere Empfehlungen
WM und Olympia Fifa und IOC rügen Brasilien

Fifa und IOC sind gereizt ob der Probleme bei den Vorbereitungen auf die Fußball-WM und die Olympischen Spiele in Brasilien. Und der Protest des Volks wächst immer weiter. Nichts passt zusammen. Mehr

13.04.2014, 11:29 Uhr | Sport
Fußball-Wettskandal Haftstrafe für Ante Sapina verkürzt

Einst wurde Ante Sapina im Fußball-Wettskandal zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. In der Neuauflage des Verfahrens wird seine Strafe nun vom Bochumer Landgericht reduziert. Mehr

14.04.2014, 12:57 Uhr | Sport
Profi-Fußball Lionel Messi und der Kinderhandel

Mit 13 Jahren wurde Messi vom FC Barcelona gekauft. Es gibt schlimmere Schicksale! Mehr

14.04.2014, 13:12 Uhr | Wirtschaft

09.02.2013, 16:30 Uhr

Weitersagen

Arroganz und Wirklichkeit

Von Michael Ashelm

Der Tote bei einem Protestmarsch in Rio de Janeiro belegt: Die Fifa, die während der WM am Ort des Protestes an der Copacabana im besten Hotel residiert, hat noch immer keinen richtigen Umgang mit den Problemen im Gastgeberland. Mehr 1 1

Umfrage

Wer wird Champions-League-Sieger 2014?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.