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FC Bayern Hoeneß rügt Kahns „Nasenbohrer“-Attacke

05.10.2004 ·  Auch Uli Hoeneß verurteilt Oliver Kahns Attacke gegen Miroslav Klose. „Oliver darf so nicht reagieren“, sagte der Bayern Manager. Bundestrainer Jürgen Klinsmann zeigt dagegen Verständnis für den Nationaltorhüter.

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Oliver Kahn ist für seine „Nasenbohrer-Attacke“ gegen Miroslav Klose sogar von Bayern Manager Uli Hoeneß gerügt worden, muß aber keine Konsequenzen durch Bundestrainer Jürgen Klinsmann fürchten. „Ich würde das nicht hochspielen. Das sind emotionale Momente, die passieren“, sagte Klinsmann am Dienstag beim Treffpunkt der Fußball Nationalmannschaft in München: „Es wird immer wieder vorkommen, daß auch Nationalspieler aneinander geraten.“

Eine Verhaltensänderung des Bayern-Kapitäns erwartet dagegen Hoeneß. „Oliver darf so nicht reagieren, das ist nicht okay“, sagte der Manager des Rekordmeisters am Montagabend im Bayerischen Fernsehen. Er werde mit dem Kapitän über den Vorfall beim 2:1-Sieg der Münchner im Bundesligaspiel beim SV Werder Bremen sprechen, kündigte der Manager an: „Er muß sich mehr zusammen nehmen.“ „Darf er das?“ - Klinsmann verwies die Antwort auf diese Frage an den Schiedsrichter. So reagierte auch DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der einen Fehler von Referee Herbert Fandel monierte: „Für mich war das eine Sache, bei der der Schiedsrichter eingreifen muß. Die Aktion war mindestens eine Gelbe Karte wert.“ Der DFB-Chef hält Kahn weiterhin tragfähig für die Nationalelf: „Olli Kahn ist halt so, er gerät leicht in Erregung. Ich nehme es nicht tragischer, als es ist.“

Kahn ohne Grenzen

Kloses Bremer Teamkollege Ivan Klasnic zeigte dagegen in der „Bild“ Zeitung kein Verständnis: „Der tickt nicht mehr ganz richtig.“ Der ehemalige Nationaltorhüter Harald Schumacher meinte: „Das Problem ist, daß ihm keiner Grenzen aufzeigt.“ Klinsmann sieht in Kahns Charakter sogar Positives: „Auf Grund seiner eigenen Art ist er auch ein einzigartiger Athlet. Er hat einen höheren Spannungsgrad“, bemerkte der 40jährige.

Der Bundestrainer heizte am Dienstag lieber das Duell zwischen Kahn und seinem Rivalen Jens Lehmann um die Nummer eins im Tor der Nationalelf weiter an. Nachdem er Kahn für das Länderspiel am kommenden Samstag in Iran eine Pause eingeräumt hatte, ermutigte er Lehmann zum Angriff auf Kahn: „Jens weiß die Situation zu schätzen, daß es zu einem offenen Duell kommen wird in den nächsten 20 Monaten. Es gibt keine Garantien - für niemanden.“ Uli Hoeneß ärgerte bei Kahns neuerlichem Ausraster vor allem, daß der Torwart mit seiner Aktion gegen Klose, der ihn angeblich bei einem Luftkampf körperlich attackiert hatte, den Sieg des FC Bayern in Gefahr gebracht habe: „Er hat eine Gelbe Karte und einen Freistoß im Fünfmeterraum riskiert. Er kann nicht den Erfolg der Mannschaft mit so einer Aktion gefährden. Das werden wir ihm sagen.“

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Von Uwe Marx

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