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FC Bayern : Champions League in Israel: Hashemian bleibt zu Hause

  • Aktualisiert am

Prekäre Dienstreise: Vahid Hashemian Bild: dpa

Das Spiel der Bayern in der Champions League bei Maccabi Tel Aviv brachte Stürmer Vahid Hashemian in Bedrängnis. Iranischen Sportlern sind Reisen nach Israel verboten. Also sagte er ab - wegen einer Verletzung.

          Stürmer Vahid Hashemian wird den FC Bayern nicht zum Auswärtsspiel in der Champions League bei Maccabi Tel Aviv begleiten. Nachdem aus seiner Heimat Iran abermals kritische Stimmen zu hören waren, sagte er seine Reise ab - offiziell wegen einer Rückenverletzung.

          Hashemian drohten in seinem Heimatland juristische Sanktionen. „Die Gesetze im Iran sind klar und deutlich: Jegliche Reisen von iranischen Sportlern nach Israel, ob nun als Einzelathleten oder im Team, sind gesetzlich verboten“, sagte ein Sprecher der staatlichen iranischen Sportorganisation am Montag der Nachrichtenagentur ISNA. Wer das Gesetz nicht einhalte, „müsse mit Konsequenzen rechnen“, hieß es.

          Bayerns Trainer Felix Magath hatte noch am Sonntag erklärt, daß der Stürmer zu der Partie am Mittwoch mitreisen werde. In einem Gespräch mit Hashemian sei die Frage entsprechend geklärt worden. Der 28jährige hat sich bislang wegen der politischen Brisanz nicht zu dem Thema äußern wollen. Auch von Seiten des iranischen Fußballverbandes FFI gab es kein offizielles Statement. Hashemian wäre der erste moslemische Iraner gewesen, der seit der islamischen Revolution von 1979 nach Israel reist.

          Beim FC Bayern ging man am frühen Montag nachmittag zunächst noch von der Teilnahme Hashemians aus. Es gäbe keine neue Entwicklung hieß es. Allerdings laboriere der Stürmer weiterhin an einer leichten Blessur, die er sich im Bundesliga-Spiel gegen Arminia Bielefeld am Samstag zugezogen hatte. Diese Verletzung war dann auch der Grund für den Verzicht Hashemians. Dem FC Bayern steht jetzt nach den Verletzungen von Roque Santa Cruz und Claudio Pizarro in Roy Makaay nur ein gesunder Angreifer mit internationaler Erfahrung zur Verfügung.

          Iranische Athleten dürfen bei internationalen Wettkämpfen in den vergangenen 25 Jahren nicht gegen Israelis antreten. Bei den Olympischen Spielen in Athen war ein iranischer Judoka zu einem Kampf gegen einen Israeli nicht angetreten und war dafür in seiner Heimat mit der Olympiasieg-Prämie von etwa 120.000 Dollar belohnt worden.

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