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F.A.Z.-Interview Beck: „Keine Gebührenerhöung für Bundesliga“

26.06.2003 ·  Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Beck unterstützt zwar den Erwerb der Bundesliga-Rechte durch ARD und ZDF, fordert aber:„Das muß aus den jetzigen Programmkosten herausgeschnitten werden.“

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Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat eine Gebührenerhöhung zu Gunsten der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF zur Finanzierung des Rechte-Erwerbs an der Fußball-Bundesliga ausgeschlossen. „Wir werden keine Gebührenerhöhung für die Bundesliga akzeptieren. Das muss aus den jetzigen Programmkosten herausgeschnitten werden“, sagte der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Beck machte allerdings deutlich, daß er den möglichen Kauf der Bundesliga-Rechte durch die öffentlich-rechtlichen Anstalten unterstützt. „Den Vorwurf der Preistreiberei durch ARD und ZDF kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es war die Kirch-Gruppe, die über Jahre die Preise für die Übertragungsrechte nach oben trieb. Jetzt dagegen findet eine Korrektur nach unten statt. Der Preis für die Bundesliga wird deutlich niedriger sein als die 80 Millionen Euro, die Sat.1 bisher zahlte“, meinte der bekennende Fan von Bundesligist 1. FC Kaiserslautern.

Für Beck ist das finanzielle Angebot der ARD, das sichauf 65 Millionen Euro (inclusive 15 Millionen für die Zweit- bzw. Drittverwertung) belaufen soll, nicht übertrieben. „Ich habe ein Interesse daran, daß der Fußball fair bedient wird, gerade auch die kleinen Vereine. Dieser Sport ist wirtschaftlich von großer Bedeutung für Deutschland. Was da jeden Samstag umgesetzt wird, ist enorm“, sagte der Pfälzer.

Der rheinland-pfälzische Regierungschef sprach sich außerdem dafür aus, daß ARD und ZDF ihre Rechte mit den privaten Anbietern teilen sollten: „Es spricht eine Menge dafür, die Ware Fußball breit zu streuen. Das gilt auch für den DFB-Pokal. Letztlich sind die Kosten für Fußball-Übertragungen, obwohl sie tendenziell sinken, immer noch so hoch, dass man sich die Lasten teilen sollte. „ Als möglicher Interessent ist der Kölner Privatsender RTL im Gespräch, der nach dem Verlust der Champions-League-Rechte an Sat.1 derzeit über keine Fußball-TV-Rechte mehr verfügt.

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