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Eishockey-WM : Schwedens Sehnsucht nach alter Stärke

Schwedens neuer Eishockey-Nationaltrainer Rikard Grönborg. Bild: Picture-Alliance

Schweden hat das Auftaktspiel gegen Russland nach Penaltyschießen verloren. Doch in der Begegnung mit den Deutschen an diesem Samstag sind sie klar favorisiert – das liegt nicht nur am neuen Trainer.

          Der „beste Torhüter der Deutschen Eishockey Liga“ war in der abgelaufenen Saison ein Schwede: Gustaf Wesslau sicherte sich zumindest diese persönliche Auszeichnung, nachdem der Traum von der Meisterschaft mit den Kölner Haien früher als erhofft zu Ende ging. Doch für eine abermalige Nominierung in die Auswahl der „Tre Kronor“ genügten seine zahlreichen Paraden, mit denen er die Rheinländer lange auf Kurs hielt, nicht. Rikard Grönborg setzt stattdessen auf die Abwehrkraft und Reaktionsschnelligkeit des Duos Viktor Fasth (ZSKA Moskau) und Eddie Läck (Carolina Hurricanes).

          Der neue Trainer trat die Nachfolge von Pär Marts an, der sich mit 64 Jahren aufs Altenteil zurückzog, nachdem es ihm nicht mehr wie zuvor gelungen war, Formationen zu finden, die höchsten Erwartungen gerecht wurden. Nach dem WM-Sieg 2013 in Stockholm und der Silbermedaille bei Olympia in Sotschi scheiterten die Schweden bei den anschließenden Großereignissen bereits im Viertelfinale.

          Superstars wie die Sedin-Zwillinge Daniel und Henrik, Loui Eriksson (alle Vancouver Canucks), Henrik Zetterberg (Detroit Red Wings) sagten aus privaten oder gesundheitlichen Gründen ab, doch fehlt es nicht an namhaften Könnern. So vertraut Grönborg unter anderem dem Verteidiger-Duo Victor Hedman und Anton Stralman (beide Tampa Bay) sowie dem gemeinsam eingespielten Angriffs-Trio Elias Lindholm, Joakim Nordström und Viktor Rask (alle Carolina Hurricanes).

          In der Begegnung mit den Deutschen an diesem Samstag (20.15 Uhr / Live bei Sport1) sind die Schweden, die ihr Auftaktspiel am Freitag gegen Russland 1:2 nach Penaltyschießen verloren, klar favorisiert. Ihre letzte Niederlage in dem oft ungleichen Duell liegt mittlerweile ein Vierteljahrhundert zurück. Zu dem Spiel in der Köln-Arena werden bis zu 18.500 Besucher erwartet. Einer davon: Gustaf Wesslau.

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