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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Eishockey-WM Zach: „Wir müssen unsere Ziele neu definieren“

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Klassenerhalt perfekt, Zwischenrunde erreicht - die deutsche Nationalmannschaft ist im Eiltempo in eine neue Eishockey-Welt gestürmt. „Das ist eine unglaubliche Entwicklung, die uns alle emotional überrollt“, fasste Sportdirektor Franz Reindl die Stimmung im deutschen Lager nach dem unerwarteten Aufschwung des drei Jahre lang international bedeutungslosen deutschen Eishockeys zusammen.

Mit Schweizer Schützenhilfe zog die DEB-Auswahl schon vor dem letzten Gruppenspiel gegen Weißrussland an diesem Mittwoch (15.15 Uhr/live in Premiere World und SAT 1) in Hannover in die Zwischenrunde ein und buchte nach der Fahrkarte für die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City auch schon das Ticket für die WM im kommenden Jahr in Schweden.

Hungriges Team, optimistischer Coach

Vor dem Gruppenfinale gegen die Weißrussen, in dem der Münchner Christian Künast wieder im Tor steht, hatten die DEB-Spieler bereits das Viertelfinale im Kopf. „Jetzt sind wir hungrig auf mehr“, sagte Kapitän Jürgen Rumrich nach dem ersten Training am Dienstag in der Preussag-Arena in Hannover.

Auch Hans Zach gab sich optimistisch und schloss weitere Glanztaten seiner jungen Mannschaft nicht aus. „Wir haben den Klassenerhalt gesichert, jetzt müssen wir unsere Ziele neu definieren“, erklärte der Bundestrainer. Die DEB-Auswahl nimmt drei Punkte aus der Vorrunde mit, so dass schon ein Sieg in der zweiten Runde zum Einzug ins Viertelfinale reichen könnte.

Gigantisches Interesse nach Traumstart

Vor dem Umzug nach Hannover waren Zach und seine Puck-Helden in Köln auf „Wolke sieben“ gelandet und lösten nach dem 3:1-Traumstart gegen die Schweiz mit der 2:2-Sensation gegen Tschechien laut Reindl „ein gigantisches Interesse in der Öffentlichkeit aus“.

Mit dem 5:2 gegen Weißrussland am Montag in Köln hatte die Schweiz das deutsche Team endgültig eine Runde weiter geschossen. Auch die Eidgenossen und Titelverteidiger Tschechien erreichten aus der Gruppe A vorzeitig die zweite Runde. Rekordweltmeister Russland, Kanada und Italien (Gruppe D) sowie Vize-Weltmeister Slowakei und der WM-Dritte Finnland (Gruppe B) sind ebenfalls weiter. Die jeweiligen drei Gruppenbesten nehmen die gegeneinander erzielten Punkte mit.

Das DEB-Team flog bereits am Montag nach Hannover, wo zwölf Teams in zwei Gruppen die acht Viertelfinalisten ermitteln. Nach Kanada und Russland qualifizierte sich in Hannover Italien mit dem 4:4 gegen Norwegen als dritter deutscher Gegner für die Zwischenrunde. Falls Deutschland das Viertelfinale erreicht, kommt der nachnominierte Münchner Verteidiger Christoph Schubert zum Einsatz, der bereits am Dienstag mit der Mannschaft in Hannover trainierte.

Am Sonntag hatte das Zach-Team gegen den neunfachen Weltmeister Tschechien bereits den Weg in die Zwischenrunde geebnet und sich völlig neue Perspektiven eröffnet. „Die großartige Stimmung kann Kräfte freimachen“, sagte Deutschlands Rekordtorschütze Erich Kühnhackl.

Der bisher nur grantelnde Hans Zach lief zur Hochform auf. „Aus ganz Deutschland schlägt uns Enthusiasmus entgegen. Ich hoffe, dass wir weiter auf der Welle der Begeisterung schwimmen“, schlug der Bundestrainer ungewohnt euphorische Töne an. „Wir können spielerisch mithalten und müssen diese Qualität auch in Hannover zeigen“, meinte Reindl, „aber in der Zwischenrunde sind wir krasser Außenseiter.“

Quelle: @gf, Mit Material von dpa
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