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Eintracht-Trainer Kovac : „Gier ist eine Todsünde“

  • Aktualisiert am

Solidarisch mit dem BVB: Eintracht-Trainer Kovac Bild: AFP

Der Frankfurter Fußballtrainer denkt über den Stadionrand hinaus und stellt das Motiv des Dortmunder Bus-Attentäters in einen größeren Zusammenhang. „Darüber sollte man sich mal Gedanken machen“, mahnt Kovac.

          Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac hat das mutmaßliche Motiv Aktienspekulation für den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund in einen größeren Zusammenhang gestellt: „Gier ist eine Todsünde“, sagte Kovac am Freitag. „In unserer Gesellschaft ist das immer weiter, immer schneller, immer weiter, immer höher weit verbreitet. Darüber sollte man sich mal Gedanken machen.“

          Nach dem Sprengstoffanschlag auf den BVB-Bus hat die Polizei am Freitag einen Verdächtigen festgenommen. Als Hintergrund gibt die Bundesanwaltschaft nach dem Stand der Ermittlungen Aktienspekulation an und nicht Terrorismus. Der im Raum Tübingen gefasste 28-Jährige soll auf einen durch den Anschlag verursachten Kursverlust der BVB-Aktie gesetzt haben, um dadurch einen hohen Gewinn einstreichen zu können, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte.

          Auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat das mutmaßliche Motiv scharf verurteilt. „Jedes Motiv für eine solche Tat ist abscheulich - sollte der Beschuldigte tatsächlich aus bloßer Geldgier versucht haben, mehrere Menschen zu töten, wäre das einfach grauenhaft“, sagte der Minister am Freitag in Berlin. Maas mahnte: „Wir sind es insbesondere der gesamten Mannschaft von Borussia Dortmund schuldig, diese Tat und ihre Hintergründe umfassend aufzuklären.“

          Quelle: ad./dpa

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