17.05.2001 · Die Fangemeinde des Tauchsports wächst. Nach dem ersten Schnupperkurs packt viele die Sucht nach der Tiefe, nach farbenprächtigen Korallengärten, abenteuerlichen Schiffwracks.
Von Daniela di MaggioSie tauchen durch Schiffswracks auf den Philippinen, driften in Australien mit Schildkröten durch die farbenprächtigen Korallengärten oder jetten im Roten Meer von einem faszinierenden Tauchspot zum nächsten - Hobbytaucher, die die Sucht nach der Tiefe gepackt hat.
Der Anfang wird meist im heimischen Schwimmbad oder am Baggersee gemacht. Die nächste Runde kann aber schon weiter weg führen. Geeignet für Anfänger sind Gebiete wie Ägypten, Malta und Malediven. Die dortigen Urlaubsorte sind von Tauchbasen und -schulen geradezu übersät. Schöne Hausriffe und zahlreiche leicht zugängliche Tauchgebiete im offenen Meer sind ideal für Anfänger.
Auf internationale Zertifikate achten
Viele Hotels haben eigene Tauchschulen oder sind an Tauchschulen angebunden, die gleichzeitig mehrere Hotels betreuen. Der Urlauber kann bei einem Schnuppertauchgang ins Froschmann-Dasein hineinfühlen. Dies geschieht entweder im Pool oder im flachen Meer. Wer nach dem "Intro-Dive", so heißt der Schnuppertauchgang, Lust auf Meer hat, der kann einen Kurs belegen. Bei der Wahl der Tauchschule sollten Anfänger unbedingt auf das Zertifikat achten, das die Schule ausstellen darf. International anerkannt sind auf jeden Fall PADI und CMAS. Mit einem dieser Zertifikate kann fast überall weitergeübt werden, da die an die Schulen angeschlossenen Tauchbasen gegenseitig anerkennen.
Sofort ins Meer steigen Tauchneulinge, die bereits in Deutschland den Grundkus machen. Voraussetzung für alle Tauchscheine ist ein sportärztliches Zeugnis, welches fast jeder Arzt ausstellen kann. Neben den PADI- und CMAS-Brevets kann man auch das deutsche VDST-Abzeichen erwerben. Die Kosten liegen zwischen 200 und 400 Mark. Nach der Grundausbildung folgt das Bronzeabzeichen, das nochmals mit 400 bis 600 Mark zu Buche schlägt. Damit können Taucher ohne Lehrer, aber in Begleitung anderer erfahrener Taucher ins Wasser gehen.
Grundkurs nicht unter fünf Tagen
Im Urlaub muss man mit mindestens fünf Tagen für die Ausbildung rechnen. Mehrere Stunden davon verbringt man im Unterrichtsraum. Andererseits macht es natürlich Spaß, das soeben erlernte gleich direkt im Meer umzusetzen. Einige schwarze Schafe unter den Tauchschulen bieten die Ausbildung zum Open Water Diver in drei Tagen an. Die viel zu kurze Zeit reicht für eine gründliche Ausbildung nicht aus und kann für den Taucher fatale Folgen haben kann.