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Doping Wada-Vize ist optimistisch

15.08.2008 ·  Der Vizepräsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) verbreitet Optimismus im Kampf gegen Doping. Die Fachverbände hätten im Vorfeld der Spiele gut gearbeitet, weswegen es bislang erst drei Dopingfälle bei den Spielen gebe.

Von Evi Simeoni, Peking
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Trotz teilweise verstörender Leistungen im Schwimmen und der Teilnahme der unter Generalverdacht stehenden Radprofis ist Professor Arne Ljungqvist der Meinung, dass sich das Doping-Problem der Olympischen Spiele deutlich verringert hat. „Die Betrüger sind uns nicht weit voraus. Wer sind ihnen auf den Fersen“, sagte der Vorsitzende der Medizinischen Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Freitag in Peking.

Das sei schon während der vergangenen fünf oder sechs Jahre so gewesen. „Die Lage hat sich verbessert“, sagte Ljungqvist, neben seiner Tätigkeit im IOC auch Vizepräsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada). Die Tatsache, dass es bis zur Halbzeit der Spiele unter IOC-Hoheit erst drei positive Doping-Fälle gegeben hat, hält der Schwede nicht für ein Alarmzeichen, dass sich raffinierte Doper den aktuellen Testmethoden entziehen könnten, sondern für ein gutes Zeichen. „Diese Zahlen sind eher ermutigend, als dass sie etwas anderes zeigen würden“, behauptete der Schwede.

Ljungqvist: „Die beste Art, einen Sport zu unterstützen, ist, ihm zu helfen.“

Bei den Spielen von Athen waren 23 Doping-Vergehen nachgewiesen worden. Ljungqvist sagte, er habe für Peking nicht sehr viele Fälle erwartet, da die Fachverbände vor den Spielen intensiv getestet hätten. „Wir haben die Konsequenzen gesehen“, sagte er. Unter anderen mussten elf russische Leichtathleten den Spielen wegen Doping-Verdachts fernbleiben.

IOC-Präsident Jacques Rogge hatte vor den Spielen geschätzt, dass es etwa 40 positive Fälle geben werde. Über den Status des Radsports bei Olympia sagte Ljungqvist: „Die beste Art, einen Sport zu unterstützen, ist, ihm zu helfen.“ Er hoffe, dass der olympische Radsport sauberer sei als der Radsport im Allgemeinen.

IOC gab Doping-Fälle zwei und drei bekannt

Am Freitag gab das IOC die Doping-Fälle zwei und drei dieser Spiele bekannt. Der zweifache Medaillengewinner Kim Jong-Su und die Turnerin Thi Ngan Thuong aus Vietnam wurden positiv getestet. Der Schütze aus Nordkorea wurde der Einnahme des Betablockers Propranolol überführt und nachträglich disqualifiziert. Er muss seine Silbermedaille aus dem Wettbewerb mit der Freien Pistole und Bronze mit der Luftpistole zurückgeben.

Bei der in der Qualifikation auf Rang 59 gelandeten Thi Ngan Thuong Do wurden Spuren des Diuretikums Furosemid gefunden, eines Mittels, das gerne zum Zweck der Gewichtsabnahme eingesetzt wird. Nach der Disqualifikation von Kim Jong-Su geht Bronze in der Luftpistolen-Konkurrenz an den bisherigen Vierten Jason Turner (Vereinigte Staaten). Im Wettkampf mit der Freien Pistole rückt der Chinese Tan Zongliang auf den zweiten Platz vor, Bronze wird an den zuvor viertplazierten Russen Wladimir Isakow vergeben. Zuvor war unter IOC-Hoheit bereits die spanische Radfahrerin Maria Isabel Moreno mit dem Blutdopingmittel Epo erwischt worden.

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Jahrgang 1958, Sportredakteurin.

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