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Doping Positive Probe von 100-m-Olympiasiegerin ohne Folgen

14.09.2004 ·  100-m-Olympiasiegerin Julia Nesterenko aus Weißrußland soll 2002 positiv auf das anabole Steroid Clenbuterol getestet worden sein. Da das testende Labor nicht anerkannt war, droht ihr keine Strafe.

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Zweieinhalb Wochen nach dem Finale der Sommerspiele in Athen wird die Leichtathletik von einer zwei Jahre alten Dopingaffäre belastet. 100-m-Olympiasiegerin Julia Nesterenko aus Weißrußland, die überraschend Gold über 100 m gewann, wurde offenbar am 25. Mai 2002 in Biala Podlaska des Dopings mit dem anabolen Steroid Clenbuterol überführt. Auch Katrin Krabbe war 1992 des Dopings mit dieser Substanz überführt worden.

Vieles spricht dafür, daß der Test ohne Folgen bleibt. Denn das Labor in Warschau ist weder beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) noch beim Leichtathletik-Weltverband (IAAF) akkreditiert. „Nach IAAF-Regeln müssen alle Kontrollen von einem akkreditierten Labor vorgenommen werden. Ansonsten gibt es keine Möglichkeit, den Fall aufzurollen“, sagte IAAF-Sprecher Nick Davies.

Der weißrussische Leichtathletik-Verband akzeptierte das Ergebnis des Tests aus genau diesem Grunde nicht. Der polnische Verband versäumte es damals auch, den Weltverband IAAF zu informieren. Somit konnte dieser auch nicht initiativ werden und die B-Probe bei einem akkreditierten Labor untersuchen lassen.

Julia Nesterenko war nach Darstellung einer polnischen Zeitung am 25. Mai
2002 bei einem lokalen Sportfest in Biala Podlaska unter ihrem Mädchennamen Bartsewitsch für den Studenten-Klub AZS gestartet und hatte die 100 m in 11,39 Sekunden gewonnen.

Nesterenko war ungeachtet der Mitteilung über den positiven Test im Sommer 2002 weißrussische Meisterin geworden und startete im August bei den Europameisterschaften 2002 in München. Dort schied sie jedoch im Vorlauf aus.

Auch wenn der positive Test in Polen ohne Folgen bleiben sollte, wirft er dennoch erneut ein dunkles Licht auf die Leichathletik. In Athen hatten bereits die Olympiasieger Irina Korschanenko (Rußland/Kugelstoßen) sowie die ungarischen Werfer-Stars Robert Fazekas (Diskus) und Adrian Annus (Hammer) ihr Gold verloren.

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