23.02.2001 · Vertreter der Internationalen Antidoping-Agentur WADA haben offenbar als Reaktion auf den Dopingfall des Langläufers Jari Isometsä die gesamte finnische Mannschaft getestet.
In einer überraschenden Aktion haben Vertreter der Internationalen Antidoping-Agentur (WADA) am Donnerstagabend bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti die gesamte finnische Mannschaft getestet.
Wie Finnlands Teamchef Jorma Hyytiä erklärte, seien die Fahnder acht Stunden im Mannschafts-Quartier beschäftigt gewesen. Die Aktion war offenbar eine Reaktion auf den Dopingfall des Langläufers Jari Isometsä, dem in Lahti der Gebrauch des Blutplasma-Expanders HES nachgewiesen worden war. Zudem sahen sich auch die restlichen Teamkollegen um den plötzlich erkrankten vierfachen Weltmeister Mika Myllylä Doping-Verdächtigungen ausgesetzt.
Lajunen rutschte durch die Kontrolle
Die unangekündigten Tests hätten, so der Generalsekretär des finnischen Skiverbandes, Esa Klinga, zum ersten Mal überhaupt ein ganzes WM-Team betroffen. Resultate würden „so bald wie möglich“ veröffentlicht. Nicht getestet wurden nur der zweifache Medaillen-Gewinner in der Nordischen Kombination, Samppa Lajunen, der sich zum Zeitpunkt der Kontrolle außerhalb des Teamquartiers in seiner Heimatstadt Jyväskylä aufhielt. Langläufer Janne Immonen war nach Finnlands Staffelsieg bereits durch den Internationalen Skiverband (FIS) getestet worden.