Home
http://www.faz.net/-gtl-2qbo
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Doping Jegorowa offenbar positiv auf EPO getestet

 ·  Russlands Hallen-Weltmeisterin Olga Jegorowa soll nach einem Leichtathletik-Meeting in St. Denis positiv auf das die Ausdauer verbessernde Erythropoietin (EPO) getestet worden sein.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Acht Tage vor Beginn der Weltmeisterschaften in Edmonton (3. bis 12. August) wird die Leichtathletik mit dem ersten Nachweis von Blutdoping konfrontiert.

Bernard Amsalem, Präsident des französischen Verbandes FFA, bestätigte einen Bericht der französischen Sport-Tageszeitung L'Equipe, wonach Russlands Hallen-Weltmeisterin Olga Jegorowa nach einem Meeting am 6. Juli in St. Denis positiv auf das die Ausdauer verbessernde Erythropoietin (EPO) getestet worden ist. „Ich bin erfreut, dass der erste positive Befund auf EPO in der Leichtathletik in Frankreich unter der Federführung von Philippe Lamblin zustande kam,“ sagte Amsalem, der den Veranstalter des Grand-Prix-Meetings extra hervorhob.

Jegorowa hat Gegenanalyse beantragt

Weil es sich nicht um eine Kontrolle des Weltverbandes IAAF handelte, wollte IAAF-Pressesprecher Giorgio Reineri eine positive Probe bei der Langstreckenläuferin weder bestätigen noch dementieren.„Uns liegt wohl eine Notiz vor, dass die Veranstalter in St. Denis eine derartige Kontrolle vorgenommen haben. Wir werden den Sachverhalt in Kürze geklärt haben.“

Die für die WM nominierte Jegorowa hat bereits eine Gegenanalyse beantragt und will auf jeden Fall in Kanada starten. „Sie wird nach Edmonton reisen, um die Angelegenheit mit der IAAF zu erörtern. Jede Person hat das Recht auf eine Anhörung, um ihre Unschuld zu beweisen“, sagte der russische Cheftrainer Waleri Kulischenko.

Ungewöhnliche Leistungsexplosion

Die Russin war zu Beginn der Saison durch eine für ihr Alter (29) ungewöhnliche Leistungsexplosion aufgefallen, nachdem sie bei Olympia in Sydney als Achte des 5.000-m-Finales noch keine Rolle gespielt hatte. Bei der Hallen-Weltmeisterschaft im März in Lissabon bezwang sie in souveräner Manier über 3.000 m in 8:37,48 Minuten die rumänische Olympiasiegerin Gabriela Szabo. Zu Beginn der Golden-League-Saison am 30. Juni in Rom und am 6. Juli in Paris gelangen ihr zwei weitere spektakuläre Triumphe über Szabo - ihre 8:23,75 Minuten waren das 13.-beste Resultat aller Zeiten.

Für die WM in Edmonton hat die IAAF bereits eine neue Test-Initiative angekündigt. Auf der Jagd nach weiteren Blutdoping-Sündern werden laut Weltverband 15 bis 20 Prozent der insgesamt vorgesehenen 350 Kontrollen gezielt auf EPO-Missbrauch untersucht. Das Blutdopingmittel erhöht die Sauerstoffaufnahmekapazität des Blutes und verbessert dadurch die Ausdauerleistungsfähigkeit. Alle Kontrollen werden durch die kanadische Anti-Doping-Agentur organisiert. Die Mehrheit der Proben soll unangemeldet außerhalb der Wettkämpfe genommen werden.

Quelle: @ad, mit Material von sid
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Nur eine Parkposition?

Von Peter Heß

Robin Dutt hat Lob und Anerkennung für seine Arbeit als Sportdirektor beim DFB bekommen. Doch nach nur neun Monaten zieht es ihn wieder in die Bundesliga. Das stellt den Verband vor ein Problem. Mehr

Umfrage

Wer gewinnt das Champions-League-Finale 2013?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.