23.09.2004 · Seine Goldmedaille wird Hamilton wahrscheinlich behalten dürfen. Vom Vorwurf des Blutdopings ist er aber noch nicht freigesprochen. Die B-Probe von Olympia war negativ, die zweite Kontrolle der Spanien-Rundfahrt allerdings positiv.
Der des Blutdopings beschuldigte Radprofi Tyler Hamilton hat offenbar einen Teilerfolg verbucht und wird seine Goldmedaille von Athen möglicherweise behalten dürfen. Nach Angaben seines Rennstalls Phonak ergab in Lausanne die Untersuchung der B-Probe vom olympischen Zeitfahren ein negatives Ergebnis. Die A-Probe war zuvor positiv gewesen.
Dagegen bestätigte die Gegenanalyse der Kontrolle von 8. Etappe der Spanien-Rundfahrt (11. September) das positive Ergebnis der A-Probe. Die Teamleitung von Phonak kündete daraufhin weitergehende Untersuchungen zur Verlässlichkeit des neu entwickelten Blutdoping-Nachweisverfahren an. Hamilton selbst beteuerte erneut seine Unschuld und zeigte sich weiter kämpferisch: „Die Goldmedaille lasse ich mir nicht nehmen“, erklärte der 33jährige.
Hamiltons Blutprobe nach seinem Erfolg auf der 8. Vuelta-Etappe hatte den Nachweis einer Transfusion zum Zwecke der Leistungssteigerung durch eine erhöhte Anzahl der roten Blutkörperchen erbracht. Daraufhin war nachträglich dessen Probe von Olympia in Athen nochmals untersucht worden.