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DFL-Sicherheitspapier Zur Entscheidung getrieben

 ·  Der Druck der Politik hat Vereine und Verbände zum schnellen Handeln gezwungen. Enttäuschte Erwartungen vieler Fangruppen sind der Preis mangelhafter Kommunikationsfähigkeit vieler Vereine. Nun ist es höchste Zeit, dass die Klubs ihrer Klientel zuhören.

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Klaus Seilberger

Es ist klar, wo die Sympathien des Verfassers liegen

Für ihn sind die "Klientel" der Bundesligaclubs die "Fans", die sich in den Stehplatzkurven aufhalten. Denen soll "zugehört" werden.

Danach gehöre ich nicht zur "Klientel", und mir muss man auch nicht zuhören. Ich bin - wie Millionen andere - Abonnent von Sky. Mich stören die Bilder von Gewalttätigkeit und Rauchbomben und Bengalos der "Fankultur". Mich stören die 90-minütigen monotonen Sprechgesänge - oft randvoll mit Hass und Verachtung für die Gegner und deren Fans -, die ich mir anhören muss, wenn ich dem TV nicht gleich den Ton abdrehen will. Schade, dass man meine Kritik nicht anhören will, denn ich gehöre ja nicht zur "Klientel".

Auch als Steuerzahler - die Kosten der Polizeieinsätze sind enorm - habe ich kein Anrecht auf Anhörung, denn auch in dieser Eigenschaft gehöre ich nicht zur "Klientel".

Ich schlage vor, die Bundesligaclubs, die "Fankultur" und die Sportpresse gründen einen eigenen Staat im Staate, der sich selbst finanziert und bewacht.

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Paul Rabe

Fanatiker-Kultur braucht in Deutschland niemand mehr

Die "Fans" ("Fan" ist ja nur die Abkürzung für Fanatiker) lamentieren damit, daß ihre "Fankultur" in Gefahr sei.
Ist diese "Kultur" eigentlich schützenswert ?
Brauchen wir im Angesicht der deutschen Vergangenheit wirklich eine "Kultur" bei der Menschen sich in Massen hinter Fahnen versammeln, Andersdenkde verhöhnen, Hassgesänge anstoßen, sich durch uniforme Kleidung abgrenzen, Gewalt verherrlichen etc. ?

Ich denke wir brauchen das nicht, jede Maßnahme diesen "Fanatikern" Einhalt zu gebieten scheint mir angemessen, wer sich ein Sportereignis anschauen will, der kann dies auch im sitzen und ohne gewalttätige "FAN" Attitüden tun.

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Per Wiesner

Artikel wird der Realität nicht gerecht

Die (meisten) Vereine kommunizieren schon lange mit Ihren Fans und treffen Vereinbarungen. Lediglich die Verbände DFL/DFB verweigern sich jeglicher Kommunikation mit dem "gemeinen Pöbel", lassen sich von Politiker- und Mediengeschwätz treiben, zwingen die Vereine, irgendwelche unausgegorenen Papiere gegenüber den Fans durchzudrücken, welche sich durch diesen Zwang wiederum gegenüber den eigenen Fans und Mitgliedern unglaubwürdig machen, weil Absprachen/Vereinbarungen aufgrund dieses Zwangs zunichte gemacht werden, was unweigerlich zu Reibungspunkten zw. Verein und (aktivem) Fan führt.

Und noch eines, warum können sich Politiker mit dem Thema "Fangewalt" profilieren und eben diesen Druck auf Verband/Verein ausüben, wenn doch, wie in den meisten Medien in letzter Zeit richtig geschrieben, die Gewalt im Stadion eigentlich gar nicht in der Form existent ist?
Na liebe Medien? Mal selbstkritisch darüber nachdenken ....

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Thomas Kobler

Fussball ist das Spiel der vollendeten...

...Tatsachen. Samstag 15.30 Uhr ist Anpfiff und neunzig Spielminuten später steht das Resultat unumstösslich auf der Anzeigentafel. Vollendeter und tatsächlicher geht doch gar nicht. Wie kaum ein anderer Sport, verlangt der Fussball von seinen Anhängern sich mit Tatsachen - und mögen die noch so falsch sein - abfinden zu können. Das gehört doch gerade zur Essenz dieses Spiels.

Dass jetzt ausgerechnet denen, die mit den elementarsten Dingen rund um den Ball so ihre liebe Mühe haben, auch noch über Gebühr Gehör geschenkt werden sollte, wäre doch wirklich falschverstandene Anbiederung an den Mob. Kultur ist Weiterentwicklung im Einklang mit dem Umfeld. Wo das nicht gelingt, gehen Kulturen ein - das ist der Weltengang, über den sich auch die emotionalsten "Fans" und Ultras am Ende nicht hinwegsetzen können.

Was die Stunde geschlagen hat, sollte seit gestern klar sein. Das politische Messer an der DFL-Kehle hat Wirkung gezeigt. Vielleicht sollten sich einige Vereine ein Beispiel nehmen.

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12.12.2012, 17:07 Uhr

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