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Der Trainer: Leo Beenhakker Der Kulturliebhaber für die „Mission impossible“

14.04.2008 ·  Einen wie Leo Beenhakker kann man getrost als Weltenbummler bezeichnen. Fast überall auf der Welt feierte der Niederländer unerwartete Erfolg. Nun führte er Polen erstmals zur Euro - doch damit will sich Beenhakker nicht zufriedengeben.

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Auf seiner Reise als Fußball-Weltenbummler hat Leo Beenhakker inzwischen schon sechs Sprachen gelernt. Erfolg hatte er auf nahezu jeder seiner 19 Trainer-Stationen. Sein Motto: „Es gibt zwar auf der Welt viele unterschiedliche Kulturen, aber nur eine Fußball-Kultur. Die muss man lernen, wenn man Erfolg haben will.“

Als Klub-Coach war der bärbeißig wirkende, aber mit einem trockenen Humor ausgestatte Niederländer unter anderem bei renommierten Klubs wie Real Madrid oder Ajax Amsterdam tätig. Als Nationalcoach erfüllte der 65-Jährige nun zum zweiten Mal eine „mission impossible“. Trinidad und Tobago führte er 2006 zur erstmaligen WM-Teilnahme, nachdem er den Karibikstaat auf dem letzten Qualifikationsplatz übernommen hatte.

Beenhakker scheiterte schon 1990 an Deutschland

Den zweimaligen WM-Dritten Polen führte der erste ausländische Nationalcoach des Landes nun trotz einer Heimniederlage zum Qualifikationsauftakt gegen Finnland zur lange ersehnten ersten Euro-Teilnahme. Staatspräsident Lech Kaczynski verlieh im daraufhin das Verdienstkreuz „Orden für die Wiedergeburt Polens“.

Bei der Endrunde in Österreich und der Schweiz wartet laut Statistik vor allem mit dem Spiel gegen Deutschland schon die nächste „mission impossible“. In 15 Länderspielen gegen das DFB-Team blieben die Polen ohne Sieg, seit 1978 sogar ohne Punkt. Für Beenhakker eine besondere Herausforderung. Und eine persönliche Rechnung hat er auch noch offen: Denn mit den Niederlanden scheiterte er 1990 als Bondscoach im WM-Achtelfinale am späteren Weltmeister Deutschland.

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Quelle: FAZ.NET
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