14.04.2008 · Wäre die Türkei in der Qaulifikation gescheitert, wäre Fatih Terim schon gar nicht mehr Nationaltrainer. Nun aber soll der „Imperator“ seine Mannschaft ins Viertelfinale führen. Dabei gibt es aber Kritik an seinem kompromisslosen Stil.
Kürzlich verriet Fatih Terim, dass er bei einem Scheitern in der Euro-Qualifikation als Nationaltrainer der Türkei zurückgetreten wäre. Doch auch nach dem glücklichen Ende mit zwei knappen Siegen im Schlussspurt ist Terims Zukunft weiter offen.
Sollte der WM-Dritte von 2002 in der Vorrunde ausscheiden, wird mit einem Abschied des 54-Jährigen gerechnet. In der Qualifikation musste Terim, an dem italienische Vereine und sogar der englische Topklub FC Chelsea Interesse zeigen sollen, ungewohnt viel Kritik einstecken.
Wertschätzung bei Fans, aber „diktatorische Züge“
Falsche Personalpolitik sowie taktischen Fehler wurden ihm vorgehalten. Während der frühre Libero, der wegen seiner Führungsstärke „Imperator“ genannt wird, bei den Spielern hohe Wertschätzung genießt, behaupten Kritiker, Terims Führungsstil habe diktatorische Züge.
Fakt ist, dass er mit seiner kompromisslosen Art („Ich lasse mich nicht belehren, wenn, dann belehre ich euch“) in der Öffentlichkeit nicht mehr unumstritten ist. Daher wird nun auch das Abschneiden bei der Europameisterschaft in Österreich und in der Schweiz entscheiden, wie es mit Terim auf dem Trainerposten der türkischen Auswahl weitergeht.