14.04.2008 · Ohne Nihat Kahveci und zwei seiner Tore wäre die Türkei gar nicht bei der Endrunde dabei. Nun soll der Stürmer auch dort für Furore sorgen. Dabei war Nihats Karriere fast schon vorbei - doch sie wurde auf kuriose Weise gerettet.
Nihat Kahveci hat die Türkei fast im Alleingang zur Euro geschossen, dabei hing seine Karriere bereits am seidenen Faden. Rechtzeitig genesen von seinem zweiten Kreuzbandriss innerhalb von 21 Monaten retteten seine beiden Siegtreffer in den letzten Qualifikationsspielen in Norwegen (2:1) und gegen Bosnien (1:0) den anfangs wenig überzeugenden WM-Dritten von 2002.
Entsprechend lobt Nationaltrainer Fatih Terim seinen Star: „Er ist ungemein flexibel und unberechenbar.“ Bei der Euro traue er Nihat den Sprung in die Weltklasse zu.
Auf Torejagd mit der Sehne eines Toten
Der dribbel- und ungemein schussstarke Türke hat sich selbst das Ziel gesetzt, „einer der besten Stürmer Europas“ zu sein. Zumindest in der Nationalmannschaft hat er Hakan Sükür, den „Bullen vom Bosporus“, längst als Angriffsführer abgelöst.
Auf Torejagd geht Nihat übrigens mit der Sehne eines Toten, die ihm bei seinem ersten Kreuzbandriss 2005 eingesetzt worden war. „Bei einem verkorksten Schuss sage ich mir einfach, die haben mir falsche Bänder eingesetzt“, erklärt der Angreifer des FC Villarreal dann scherzend.