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Bundesliga-Kommentar An der Grenze zur Wilderei

 ·  Der VfL Wolfsburg ist in der glücklichen Lage, sich jederzeit eine neue Zukunft kaufen zu können. Neu ist allerdings, in welchem Ausmaß diese Potenz auf dem Markt ausgespielt wird.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (7)

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michael hergen

Grenze zur Wilderei?

Ich denke, die Grenze ist längst überschritten. Geld bestimmt die Welt des Fußballs wohin das Auge blickt. Was waren das noch unschuldige Zeiten, als Präsidenten wie Braun oder Zwanziger den Amateur-Kickern unter die Arme greifen wollten. Und eigene Schutzräume für die Kicker installierten. Alles Hekuba. In der Bundesliga können sich die kleineren Vereine nur dank gut funktionierender Talentschulen (Sportclub Freiburg) über Wasser zu halten, sind kleine Vereine gezwungen, ihre Talente den reichen Vereinen zum Frass vorzuwerfen. Weil sie im Raubtierkapitalismus des Fußballs nicht mithalten können. Das ausgerechnet die Bayern diese Klage führen aus Angst vor den reichen Ölscheichs, zeigt nur die Perversion des heutigen Fußballs, wo Geld alles ist. Und Geld schießt Tore. Holt Pokale. Leider.

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Ferdinand Bohn

Fussball ist längst Shownusiness geworden.

Mit Verlaub, mir wäre es lieber, wenn in der ersten Mannschaft zehn der aufgestellten Spieler aus der Region kämen, die der Verein aus den Jugendmannschaften rekrutiert. Die Spiele hätten eine ganz andere Atmosphäre. Ausserdem würde nicht das grosse Geld den Erfolg eines Klubs bringen, sondern die Kinder- und Jugendarbeit.

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Christian Apel

Dieter Hecking

Also mit Dieter Hecking verbinde ich keinen Aufbruch. Er zählt doch eher zu den Abstiegsexperten mit Erfolg. Als Berliner verfolgen wir die Bundesliga mit einem gewissen Abstand. Ich sehe Herrn Hecking eher in der Gruppe,: Funkel, Skibbe und Rehhagel. Wo das endete, weiß der Experte.

Als Verein ohne Tradition wünschen wir uns Wolfsburg wie Hoffenheim eher im Montagsfernsehen bei DSF,

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Peter Reisse
Peter Reisse (Buchfink) - 24.12.2012 12:35 Uhr

Trainer verzweifelt gesucht und gefunden.

Dabei waren Reimann zum Beispiel und Magath nicht schlecht. Doch sie traten ins fettnäpfchen. Reimann, weil er eine Lanze für die deutsche Sportjugend brach und anprangerte, das zu viele Legionäre des Sports unserer Jugend die Möglichkeit des sportlichen wie sozialen Aufstiegs nehmen.
Und dann Magath. Als er von der Brasilien-Fraktion in der Mannschaft des VFL sprach, die sich gegenseitig die Bälle zuschob und ihre Mitspieler schlecht aussehen liess, war für mich klar, das der Weltkonzern derartige Äusserungen abstraft. Als Magath dann Diego wieder ins Boot holen musste, war für mich entgültig klar, das Magath erledigt war. Und wie konnte Diego mit einem Mal spielen. Auch wenn es nur eine Eintagsfliege war. Mobbing war angesagt und Diego bestimmte. Als Marionette ? Von Wem !?
Geld aber verdirbt unser soziales Zusammensein, weil die Herren über das Geld jedes Maß verloren haben und alles für käuflich halten. Und gegen diese Geisteshaltung, muss ernsthaft Wiederstand geleistet werden.

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Peter Reisse
Peter Reisse (Buchfink) - 24.12.2012 12:24 Uhr

Warum fällt Ihnen Ihr Kommentar so spät ein - Wollen Sie es sich mit den Bayern nicht verderben?

Der von Ihnen beschriebene Tatbestand existiert doch schon lange und es sind doch nicht nur die Trainer, die sich an den Meistbietenden verkaufen. Schauen Sie sich doch die Vereine des Ruhrgebiets an. Erste Klasse, wie die spielen. Und sie haben Glück, das die Münchener so gut in der Tabelle stehen. Sonst würden schon die Offerten ins Ruhrgebiet gehen, um die dortigen Hoffnungsträger aufzukaufen. Und wenn man die Neuzugänge nur auf die Reservebank setzt.
Und dann gibt es noch Legionäre des Sports aus aller Herren Länder. Ganze Seilschaften aus Brasilien bevölkern die Szene, spielen sich gegenseitig die Bälle zu und lassen ihre deutschen Mitspieler schlecht aussehen. Und wie im Fussball, so im Handball und der Leichtathletic. Unsere Kinder, unsere Jugend liegt auf der Strasse, wird nicht gefordert und gefördert und links liegen-
gelassen. Ein verantwortungsloser Mensch für mich, wer noch eine Eintrittskarte von Cubs kauft,
die sich ihre fertigen Legionäre des Sports zusammen kaufen.

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Thomas Kobler

Es sind Verzweiflungstaten...

..., um endlich wieder in einen sportlichen Normalitätszustand zu kommen beim VfL. Ob das trotz der soliden Entscheidungen Klaus Allofs und Dieter Hecking vorne reinzusetzen gelingen wird, ist ähnlich ungewiss wie die Akzeptanz des Phaetons in der absoluten Oberklasse. Der Wolfsburger Stallgeruch (Neuwagen- bzw. Neureichenduft) will einfach nicht so recht auf die schönsten Ränge der Beletage passen.

Dass an der Spitze schon immer die Ellenbogen ausgefahren wurden - wenn nötig - ist auch keine neue Entwicklung. Das Ausbreiten dieser Unsitte auf dem Spielfeld in jüngerer Zeit belegt ebenfalls, wie hart das Geschäft im Champions League- und Fernsehrechte-Zeitalter geworden ist.

Der VfL wird trotz allem immer bestenfalls ein "Parvenu" bleiben im Konzert der wohlhabenden Vereine, aber ein erfolgreicher "Parvenu" ist durchaus gern gesehen, so er denn auch amüsant ist. Nichts nährt den Erfolg so sehr wie der Erfolg, könnte das neue Wolfsburger Motto, und der Auftrag an das Duo lauten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 15:05 Uhr
gisbert heimes

Es sind Verzweiflungstaten - und eine gehörige Portion Eitelkeit

Die Strategen bei VW wollen die CL. Als glitzernden Klunker im ganzheitlichen Konzernauftritt.

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Jahrgang 1974, Sportredakteur.

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