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Bundesliga-Kommentar An der Grenze zur Wilderei

 ·  Der VfL Wolfsburg ist in der glücklichen Lage, sich jederzeit eine neue Zukunft kaufen zu können. Neu ist allerdings, in welchem Ausmaß diese Potenz auf dem Markt ausgespielt wird.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (5)
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michael hergen

Grenze zur Wilderei?

Ich denke, die Grenze ist längst überschritten. Geld bestimmt die Welt des Fußballs wohin das Auge blickt. Was waren das noch unschuldige Zeiten, als Präsidenten wie Braun oder Zwanziger den Amateur-Kickern unter die Arme greifen wollten. Und eigene Schutzräume für die Kicker installierten. Alles Hekuba. In der Bundesliga können sich die kleineren Vereine nur dank gut funktionierender Talentschulen (Sportclub Freiburg) über Wasser zu halten, sind kleine Vereine gezwungen, ihre Talente den reichen Vereinen zum Frass vorzuwerfen. Weil sie im Raubtierkapitalismus des Fußballs nicht mithalten können. Das ausgerechnet die Bayern diese Klage führen aus Angst vor den reichen Ölscheichs, zeigt nur die Perversion des heutigen Fußballs, wo Geld alles ist. Und Geld schießt Tore. Holt Pokale. Leider.

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Ferdinand Bohn

Fussball ist längst Shownusiness geworden.

Mit Verlaub, mir wäre es lieber, wenn in der ersten Mannschaft zehn der aufgestellten Spieler aus der Region kämen, die der Verein aus den Jugendmannschaften rekrutiert. Die Spiele hätten eine ganz andere Atmosphäre. Ausserdem würde nicht das grosse Geld den Erfolg eines Klubs bringen, sondern die Kinder- und Jugendarbeit.

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Christian Apel

Dieter Hecking

Also mit Dieter Hecking verbinde ich keinen Aufbruch. Er zählt doch eher zu den Abstiegsexperten mit Erfolg. Als Berliner verfolgen wir die Bundesliga mit einem gewissen Abstand. Ich sehe Herrn Hecking eher in der Gruppe,: Funkel, Skibbe und Rehhagel. Wo das endete, weiß der Experte.

Als Verein ohne Tradition wünschen wir uns Wolfsburg wie Hoffenheim eher im Montagsfernsehen bei DSF,

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Thomas Kobler

Es sind Verzweiflungstaten...

..., um endlich wieder in einen sportlichen Normalitätszustand zu kommen beim VfL. Ob das trotz der soliden Entscheidungen Klaus Allofs und Dieter Hecking vorne reinzusetzen gelingen wird, ist ähnlich ungewiss wie die Akzeptanz des Phaetons in der absoluten Oberklasse. Der Wolfsburger Stallgeruch (Neuwagen- bzw. Neureichenduft) will einfach nicht so recht auf die schönsten Ränge der Beletage passen.

Dass an der Spitze schon immer die Ellenbogen ausgefahren wurden - wenn nötig - ist auch keine neue Entwicklung. Das Ausbreiten dieser Unsitte auf dem Spielfeld in jüngerer Zeit belegt ebenfalls, wie hart das Geschäft im Champions League- und Fernsehrechte-Zeitalter geworden ist.

Der VfL wird trotz allem immer bestenfalls ein "Parvenu" bleiben im Konzert der wohlhabenden Vereine, aber ein erfolgreicher "Parvenu" ist durchaus gern gesehen, so er denn auch amüsant ist. Nichts nährt den Erfolg so sehr wie der Erfolg, könnte das neue Wolfsburger Motto, und der Auftrag an das Duo lauten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 15:05 Uhr
gisbert heimes

Es sind Verzweiflungstaten - und eine gehörige Portion Eitelkeit

Die Strategen bei VW wollen die CL. Als glitzernden Klunker im ganzheitlichen Konzernauftritt.

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24.12.2012, 11:50 Uhr

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