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Brasilien siegessicher Kapitän Cafu vor Final-Rekord

 ·  Als erster Spieler der Welt steht der Kapitän der siegessicheren Selecao in seinem 111. Länderspiel zum dritten Mal in Folge in einem WM-Finale.

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Brasilien brennt auf den fünften WM-Titel. „Wir sind alle heiß auf dieses Spiel. Deutschland ist zwar schwer zu schlagen, aber wir gehen sehr gut vorbereitet in die Partie, die ein großes Finale zu werden verspricht“, meinte Brasiliens Cafu.

Der Kapitän der brasilianischen Selecao stellt an diesem Sonntag (13.00 Uhr MESZ ZDF und Live-Ticker bei FAZ.NET) in Yokohama im „Traumfinale“ der Traditions-Weltmeister einen Rekord auf: Als erster Spieler der Welt steht der 32-Jährige in seinem 111. Länderspiel zum dritten Mal in Folge in einem WM-Finale.

„Wir gewinnen in 90 Minuten“

Cafu wird Brasiliens Bestbesetzung - wie beim 2:1 gegen England im Viertelfinale - aufs Feld führen. Nach seiner Halbfinal-Rotsperre gegen die Türkei wird mit Ronaldinho ein weiterer torgefährlicher Supertechniker die Selecao spielerisch bereichern.

Brasiliens Fußballer gaben sich 25 Stunden vor dem Anpfiff sehr siegessicher. „Ich denke, wir werden in 90 Minuten gewinnen“, tönte Roberto Carlos, Cafus Pendant auf der linken Außenbahn. Rivaldo, Anwärter auf den „Goldenen Schuh“ für den besten WM-Spieler, hat sich dagegen auch auf eine Verlängerung eingestellt: „Wir haben Kondition für 120 Minuten. Wenn es sein müsste, sogar für 150 Minuten.“

Coach Scolari sorgt für Irritation

Für den 30-jährigen Mittelfeldstar des FC Barcelona wird es die letzte WM sein und damit die letzte Gelegenheit, nach dem verpatzten Endspiel von 1998 Weltmeister zu werden. Auf dem durch Nieselregen durchtränkten Rasen des International Stadiums ließ sich Brasiliens Coach Luiz Felipe Scolari beim Abschlusstraining am Samstag von rund 600 Medienvertretern aus aller Welt nicht mehr in die Karten schauen.

Zur Irritation trug er bei, als er seine Spieler beim Trainingsspiel über den halben Platz in vertauschten Rollen agieren ließ. So bildeten die Offensivkräfte Ronaldinho als passabler Libero und Stürmerstar Ronaldo als Manndecker die Innenverteidigung. Leverkusens langer Abwehrspieler Lucio versuchte sich dagegen als Angriffsspitze - ohne Torerfolg.

Ronaldinho überzeugt bei Freistoßtraining

Lucio erwartet gegen seinen Clubkameraden Oliver Neuville eine ganz andere Aufgabe, die er „diffizil“ nannte. „Ich muss höllisch aufpassen. Oliver ist ein schneller, wendiger Stürmer. Aber ich bin auch nicht langsam. Wer von uns der Schnellere ist, gewinnt dieses Duell“, meinte der 1,88 m große Abwehrrecke.

Während Teile des 23-Mann-Kaders in immer anderen Formationen während der 75-minütigen Trainingseinheit für Gruppenfotos posierten, bat Scolari seine „Kunstschützen“ Rivaldo, Roberto Carlos, Ronaldinho und Ronaldo zum speziellen Freistoß-Training. Die raffiniertesten Schüsse über die Mauer aus Plastik-Spielern gelangen dabei dem 22- jährigen Ronaldinho. Elegant angeschnitten flogen auch die Bälle von Rivaldo Richtung Tor, während die Gewaltschüsse von Roberto Carlos an Präzision zu wünschen übrig ließen.

Ronaldo: „Alles ist gesagt“

Erstmals in einem Training lief Ronaldo in seinen silbernen Schuhen über den Platz, mit denen ihm gegen die Türken der „goldene Schuss“ gelungen war. Auch gegen Deutschland und „Super-Kahn“ will das „Phänomen“, der bisher sechs Mal ins Schwarze traf, wieder zuschlagen, um sich den „Goldenen Schuh“ des besten WM-Torschützen zu sichern.

Im deutschen Strafraum wird er mit Sicherheit präsenter sein als am Samstag in der „Mixed Zone“ des Pressezentrums, in der er den internationalen Medienleuten lächelnd die kalte Schulter zeigte. „Heute nicht. Es ist alles gesagt“, war alles, was er von sich gab. Ronaldo will lieber Tore sprechen lassen.

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