26.03.2006 · Die Tabellennachbarn müssen nach diesem enttäuschenden Match weiter um den Klassenverbleib zittern.
Arminia Bielefeld und der 1. FC Nürnberg haben im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga den erhofften Befreiungsschlag verpaßt. Die Tabellennachbarn trennten sich am 27. Spieltag 0:0 und müssen damit weiter um den Klassenverbleib zittern.
Während die Ostwestfalen nach zuvor drei Heimsiegen in Serie erstmals wieder Punkte auf der Alm abgeben mußten, ist der „Club“ bereits seit vier Spielen ohne Niederlage. In einer nur in der zweiten Halbzeit ansehnlichen Partie hatte Berlin-Rückkehrer Artur Wichniarek die beste Gelegenheit zum Siegtreffer für die Bielefelder. Der Pole scheiterte denkbar knapp an Torhüter Raphael Schäfer und dem Innenpfosten (52.). Nach dem ersten Unentschieden im achten Aufeinandertreffen beider Teams in Bielefeld verbesserten sich die Kontrahenten in der Tabelle um jeweils einen Platz. Sowohl die Arminia als auch die Franken überflügelten mit nun 31 Punkten die Frankfurter Eintracht (30), die auf Rang 13 abrutschte.
Erst in der zweiten Halbzeit ansehnlich
Vor 19.717 Zuschauern konnte Arminia-Coach Thomas von Heesen erstmals wieder auf Wichniarek setzen, der nach auskuriertem Muskelfaserriß mit dem Südafrikaner Sibusiso Zuma das Bielefelder Sturmduo bildete. Zudem rückte Ioannis Masmanidis für Marco Küntzel in die Anfangself. Bei den Franken mußte „U21“-Nationalstürmer Stefan Kießling nach seiner Mandeloperation zunächst wieder auf der Bank Platz nehmen.
Die Westfalen, die das bereits verloren geglaubte Hinspiel (2: 3) in den Schlußminuten noch zu ihren Gunsten gedreht hatten, erwischten den deutlich besseren Start. Nach fünf Minuten verfehlte Zuma das „Club“-Tor aus neun Metern nur knapp. Wenig später verwertete wieder Zuma eine scharfe Hereingabe von Masmanidis per Flugkopfball. Der Ball strich um Zentimeter am linken Pfosten vorbei.
Auch Vittek ohne Offensivimpulse
Während die Arminia auch in der Folgezeit weiter engagiert nach vorne spielte, enttäuschen die Franken in der ersten Hälfte auf der ganzen Linie und erarbeiteten sich keinerlei Torchancen. Auch Stürmerstar Robert Vittek, der mit acht Treffern in den vergangenen drei Spielen beinah im Alleingang für den Nürnberger Aufschwung gesorgt hatte, konnte dem lahmenden Offensivspiel keine Impulse geben.
In der zweiten Halbzeit gewann das Spiel deutlich an Klasse. In der 47. Minute tauchte der neunmalige deutsche Meister zum erstenmal gefährlich im Strafraum der Heimmannschaft auf. Markus Schroth schoß aus halbrechter Position jedoch über die Querlatte. Fünf Minuten später lenkte Schäfer Wichniareks strammen Flachschuß aus 20 Metern mit den Fingerspitzen noch an den Innenpfosten. Von dort prallte der Ball nicht ins Tor, sondern ins Feld zurück. Fünf Minuten vor Schluß war es der Bielefelder Radomir Dalovic, der einen Seitfallzieher knapp über das Tor setzte.