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Bielefeld - Mainz 2:0 FSV bleibt ohne Punkt und Tor

28.08.2005 ·  Der FSV Mainz 05 gerät immer stärker unter Druck. Drei Tage nach dem Einzug in den UEFA-Cup verlor das Klopp-Team bei Arminia Bielefeld durch zwei Elfmeter-Tore und fiel auf den letzten Tabellenplatz zurück.

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In Europa top - in der Bundesliga ein Flop: Der FSV Mainz 05 hat drei Tage nach dem erstmaligen Einzug in den UEFA-Pokal in der Bundesliga die „rote Laterne“ übernommen. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp verlor am Sonntag bei Arminia Bielefeld mit 0:2 (0:2) und steht nach drei Spieltagen noch immer ohne Punkt und Tor da.

Die Bielefelder verhinderten vor 18.332 Zuschauern mit ihrem ersten Saisonsieg indes den schlechtesten Bundesliga-Start seit 25 Jahren. Nebojsa Krupnikovic verwandelte einen Foul- (23. Minute) und einen Handelfmeter (39.) und sorgte für Erleichterung auf der Alm. „In der zweiten Halbzeit hat Bielefeld überhaupt nicht stattgefunden. Wir hatten die Chancen. Ich mußte in 90 Minuten nur einen Ball halten“, schimpfte der Mainzer Kapitän und Torwart Dimo Wache, der seinen Mitspielern jedoch Mut machte: „In der letzten Saison hatten wir sieben Niederlagen am Stück, jetzt sind es drei. Damit werden wir sehr gut umgehen, da bin ich sicher.“

Ausgelaugt wirkenden Mainzer

Die Mainzer hatten, aus Island kommend, schon am Freitag ihr Trainingsquartier in der Nähe von Bielefeld aufgeschlagen, um sich ganz auf die Richtung weisende Partie vorzubereiten. Doch mit dem Europapokal-Traumlos FC Sevilla im Hinterkopf taten sich die Rheinhessen schwer, obwohl der Coach sein in Keflavik siegreiches Team nicht umgestellt hatte.

Zwar kamen die nach der Tingel-Tour über Europas Fußballfelder ausgelaugt wirkenden Mainzer nach einem strammen Linksschuß von Michael Thurk, den Arminia-Torhüter Mathias Hain an den Pfosten lenkte (20.), zur ersten Chance, doch die Bielefelder wirkten vor allem gedanklich frischer. Trotz der Defensivschwäche - in den ersten beiden Spielen hatte Bielefeld sieben Gegentore kassiert - verzichtete Trainer Thomas von Heesen auf den neuen Linksverteidiger Radim Kucera und richtete seine Elf offensiv aus.

Beide Bielefelder Elfmeter berechtigt

Der Ghanaer Isaac Boakye agierte als Sturmspitze erstmals von Beginn an, unterstützt von Krupnikovic, Sibusiso Zuma und Fatmir Vata. Der agile Albaner holte den ersten Elfmeter heraus, als er energisch in den Mainzer Strafraum eindrang und von Mathias Abel von den Beinen geholt wurde (22.). Auch der zweite Pfiff kam völlig zu Recht. Vatas Flanke fischte Marco Rose mit der Hand von Zumas Kopf, und obwohl Wache erneut die Ecke ahnte, verwandelte Krupnikovic auch den zweiten Strafstoß für die Gastgeber.

Auf der Gegenseite verwehrte Schiedsrichter Florian Meyer nach der Pause den Mainzern einen Elfmeter, als Thurk von Bernd Korzynietz umgerissen wurde (54.). Klopp hatte zur Halbzeit in Tom Geißler und Christian Demirtas zwei frische Kräfte und damit noch einmal Schwung ins Spiel gebracht. Doch dem FSV fehlte auch bei weiteren Großchancen das Glück: Petr Rumans Kopfball im Anschluß an eine Ecke köpfte Korzynietz von der Linie (63.), Thurk vergab jeweils aus Nahdistanz (78., 84.).

Arminia Bielefeld - FSV Mainz 05 2:0 (2:0)
Bielefeld
: Hain - Korzynietz, Westermann, Borges, Rau - Fink, Porcello (78. Dalovic) - Zuma (88. Pinto), Krupnikovic, Vata - Boakye (65. Schuler
Mainz: Wache - Abel (46. Demirtas), Friedrich, Noveski, Rose (79. Addo) - Gerber, Babatz (46. Geißler), da Silva - Ruman, Thurk - Auer
Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
Tore: 1:0 Krupnikovic (23., Foulelfmeter), 2:0 Krupnikovic (39., Handelfmeter)
Zuschauer: 18.332
Gelbe Karten: Fink, Rau - Thurk (2), Abel, Rose

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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