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Bayern München Kuffour für sechs Spiele gesperrt

Das Urteil hätte noch härter ausfallen können: Sammy Kuffour ist nach seinem Doppel-Vergehen im DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Schalke für sechs Pflichtsspiele gesperrt worden. Selbst Uli Hoeneß hatte bereits eine Sperre bis zum Saisonende befürchtet. Klar, dass der Fall für die Bayern nun erledigt ist.

© AP Vergrößern Schlüsselszene: Sammy Kuffour sieht Rot

Bayern Münchens Abwehrspieler Samuel Kuffour ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im schriftlichen Verfahren für sechs Pflichtspiele gesperrt worden.

Das Gremium unter dem Vorsitz von Richter Hans-Hermann Menzel sah es am Montag in Frankfurt/Main als erwiesen an, dass sich der 25-jährige Nationalspieler aus Ghana im DFB-Pokalhalbfinale beim FC Schalke 04 (0:2) „wegen rohen Spiels und einer Tätlichkeit nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung“ schuldig gemacht hat.

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Fall für die Bayern erledigt

Bayern München signalisierte am Montag, dass der Fall „erledigt“ sei. Kuffour hatte wegen einer „Grätsche“ von hinten die Rote Karte erhalten und danach den von ihm gefoulten Jörg Böhme mit dem Kopf gestoßen. Gegen diese Entscheidung hätten die Münchner binnen 24 Stunden nach Zugang eine mündliche Verhandlung vor dem Sportgericht beantragen können.

Der Verein indes hatte von einer Strafe gegen Rot-Sünder Kuffour abgesehen. „Natürlich hat er der Mannschaft geschadet, aber Sammy ist kein bösartiger Spieler. Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, ihn zubestrafen. Er ist eben sehr emotional und manchmal geht das Temperament mit ihm durch“, hatte Bayern-Manager Uli Hoeneß begründet.

Ausdrücklich wird aber in der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB darauf hingewiesen, dass eine Einzelrichterentscheidung auch „zum Nachteil des Spielers“ abgeändert werden kann. Nach vergleichbaren Beispielen aus der gängigen Rechtsprechung beim DFB - wie im Fall des damaligen Rostocker Spielers Victor Agali vom 28. September bis 5. Dezember - sind solche Vergehen schon mit bis zu zehn Wochen Sperre geahndet worden.

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Veröffentlicht: 11.03.2002, 17:16 Uhr

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