Home
http://www.faz.net/-gtl-38yr
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Bayern München Kuffour für sechs Spiele gesperrt

Das Urteil hätte noch härter ausfallen können: Sammy Kuffour ist nach seinem Doppel-Vergehen im DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Schalke für sechs Pflichtsspiele gesperrt worden. Selbst Uli Hoeneß hatte bereits eine Sperre bis zum Saisonende befürchtet. Klar, dass der Fall für die Bayern nun erledigt ist.

© AP Vergrößern Schlüsselszene: Sammy Kuffour sieht Rot

Bayern Münchens Abwehrspieler Samuel Kuffour ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im schriftlichen Verfahren für sechs Pflichtspiele gesperrt worden.

Das Gremium unter dem Vorsitz von Richter Hans-Hermann Menzel sah es am Montag in Frankfurt/Main als erwiesen an, dass sich der 25-jährige Nationalspieler aus Ghana im DFB-Pokalhalbfinale beim FC Schalke 04 (0:2) „wegen rohen Spiels und einer Tätlichkeit nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung“ schuldig gemacht hat.

Mehr zum Thema

Fall für die Bayern erledigt

Bayern München signalisierte am Montag, dass der Fall „erledigt“ sei. Kuffour hatte wegen einer „Grätsche“ von hinten die Rote Karte erhalten und danach den von ihm gefoulten Jörg Böhme mit dem Kopf gestoßen. Gegen diese Entscheidung hätten die Münchner binnen 24 Stunden nach Zugang eine mündliche Verhandlung vor dem Sportgericht beantragen können.

Der Verein indes hatte von einer Strafe gegen Rot-Sünder Kuffour abgesehen. „Natürlich hat er der Mannschaft geschadet, aber Sammy ist kein bösartiger Spieler. Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, ihn zubestrafen. Er ist eben sehr emotional und manchmal geht das Temperament mit ihm durch“, hatte Bayern-Manager Uli Hoeneß begründet.

Ausdrücklich wird aber in der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB darauf hingewiesen, dass eine Einzelrichterentscheidung auch „zum Nachteil des Spielers“ abgeändert werden kann. Nach vergleichbaren Beispielen aus der gängigen Rechtsprechung beim DFB - wie im Fall des damaligen Rostocker Spielers Victor Agali vom 28. September bis 5. Dezember - sind solche Vergehen schon mit bis zu zehn Wochen Sperre geahndet worden.

Quelle:

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Vero Boquete und Jess Fishlock Was heißt ’pressure’ auf Deutsch?

Die Waliserin Jessica Fishlock und die Spanierin Verónica Boquete sind zwei der besten Fußballspielerinnen der Welt. Vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen Bristol (12 Uhr) sprechen sie über ihr Dasein als Fußball-Wanderarbeiterinnen. Mehr Von Daniel Meuren und Alex Westhoff

28.03.2015, 13:39 Uhr | Rhein-Main
Afrika-Cup Ausschreitungen im Halbfinale

Im Halbfinale des Afrika-Cups zwischen Ghana und Gastgeber Äquatorialguinea kam es während dem Spiel zu heftigen Ausschreitungen. Die Partie stand gegen Ende sogar kurz vor dem Abbruch. Mehr

07.02.2015, 17:52 Uhr | Sport
Reaktionen zur Auslosung 1987 war Bayern München auch Favorit

Die Bayern freuen sich über den Gegner im Viertelfinale der Champions League. Torwart Neuer hat besondere Erinnerungen an die Portugiesen. Kapitän Lahm spricht von einem unangenehmen Kontrahenten. Und Sportvorstand Sammer erinnert an 1987. Mehr

20.03.2015, 13:20 Uhr | Sport
Bayern-Code geknackt Macht es Schalke wie Wolfsburg?

Schalke ist in München klarer Außenseiter. Die Knappen hoffen auf einen weiteren Ausrutscher des Tabellenführers. Die Bayern aber wollen Schalke für die 1:4-Klatsche in Wolfsburg büßen lassen. Mehr

03.02.2015, 15:45 Uhr | Sport
Champions-League-Auslosung Bayern gegen Porto – Derby in Madrid

Die Bayern haben bei der Auslosung des Viertelfinales der Champions League Losglück. Die Münchner treffen auf Porto. Die Bilanz ist positiv – auch wenn eine Niederlage sehr schmerzhaft war. Wolfsburg muss in der Europa League wieder nach Italien. Mehr

20.03.2015, 12:24 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 11.03.2002, 17:16 Uhr

Wo bleibt Frau Löw?

Von Michael Horeni

Männer trainieren Männer, Frauen trainieren Frauen: Beim DFB gibt es eine Geschlechtertrennung wie man sie auch in Saudi-Arabien oder in Iran nicht konsequenter betreiben könnte. Das ist in vielfacher Weise schädlich. Mehr 32 14