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Bayern München : Abermals Beinbruch: Zickler im Pech

  • Aktualisiert am

Vor dem Karriereende: Alexander Zickler Bild: dpa

Alexander Zickler droht nach einer abermaligen schweren Verletzung das Karriereende. Der 30 Jahre alte Stürmer des FC Bayern erlitt einen weiteren Bruch des rechten Schienbeins.

          Fußball-Nationalspieler Alexander Zickler droht das Karriere-Ende. Der 30 Jahre alte Stürmer des FC Bayern München, der nach exakt einem Jahr Verletzungspause unmittelbar vor seinem lang ersehnten Bundesliga-Comeback stand, hat sich am Freitagabend bei einem Einsatz im Amateurteam des deutschen Rekordmeisters in der Regionalliga Süd gegen den SC Feucht (0:2) erneut das rechte Schienbein gebrochen.

          Zickler sollte sich bei den „kleinen Bayern“ gemeinsam mit seinem Leidensgefährten Mehmet Scholl den letzten Schliff für die Rückkehr ins Bundesliga-Team holen. „Er sollte nur eine Halbzeit spielen und dann heute gegen Hansa Rostock bei den Profis auf der Bank sitzen“, berichtete Bayern-Sprecher Markus Hörwick am Samstag.

          Niederschmetternde Prognose bestätigt

          Doch die 37. Minute im Spiel gegen Feucht beendete diese Hoffnungen am Freitag jäh: Nach einem Zweikampf blieb Zickler mit Schmerz verzerrtem Gesicht auf dem Rasen liegen. Die niederschmetternde Prognose vom Beinbruch bestätigte sich anschließend in einer Münchner Klinik. Am Sonntag soll der Pechvogel operiert werden.

          „Ich werde zu meiner alten Stärke zurückkehren“, hatte Zickler noch vor wenigen Tagen geglaubt. Vor einer Woche, beim Auswärtsspiel in Leverkusen, hatte der 12malige Nationalspieler (2 Tore) erstmals seit seinem letzten Bundesliga-Einsatz am 15. März 2003 beim 4:1-Sieg der Bayern in Bochum wieder auf der Ersatzbank gesessen.

          Die vergangenen zwei Jahre: Einziger Albtraum

          Seit 1993 spielt Zickler für den FC Bayern - doch er startete nie richtig durch, nicht zuletzt wegen ständiger Verletzungen. Die letzten zwei Jahre entwickelten sich zu einem einzigen Albtraum. Ein gutartiger Tumor in der Wade kostete Zickler 2002 die WM-Teilnahme, ein Jahr später bedeutete ein Ermüdungsbruch im Unterschenkel das Saisonende. Drei Tage vor dem Start der laufenden Spielzeit erlitt er beim Training den ersten Schienbeinbruch, im vergangenen Oktober folgte eine Operation an der Schilddrüse.

          Der neue Schienbeinbruch betraf das selbe Bein, aber nicht die selbe Stelle. „Der Bruch ist etwas unterhalb des ersten“, sagte Hörwick. Im Mannschaftsquartier des FC Bayern herrschte vor dem Rostock-Spiel Betroffenheit.

          „Es gibt nicht viele Körperteile, an denen ich noch nicht verletzt gewesen bin“, kommentierte Zickler seine Pechsträhne beim versuchten Neubeginn in diesem Jahr. Seine Zukunft ist ungewisser denn je, sein Vertrag beim FC Bayern läuft am Saisonende aus. Vor zwei Wochen wurde der nach Scholl dienstälteste Bayern-Profi 30 Jahre alt, und er war „frohen Mutes, was die Zukunft angeht“. Bis Freitagabend.

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