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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Basketball-Playoff Wenn der Vater gegen den Sohne

 ·  Dank einer Galavorstellung des Marko Pesic hat ALBA Berlin auch das zweite Playoff-Spiel um die deutsche Basketball-Meisterschaft gegen Köln gewonnen.

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Auch die 10.000 Zuschauer beim zweiten Playoff-Finale um die deusche Basketball-Meisterschaft mussten erkennen, dass ALBA Berlin den weitaus effektiveren Pesic in seinen Reihen hatte.

Sohn Marko stellte beim 97:85 (45:44) von Titelverteidiger ALBA Berlin über RheinEnergy Cologne fast das gesamte Kölner Team seines Vaters Svetislav in den Schatten. Dank eines Top-Auftritts des 25-jährigen Nationalspielers am Mittwochabend können die Berliner nun darauf hoffen, bereits im dritten Final-Match am Samstag in Köln ihren sechsten Titel in Folge zu feiern.

Vater zollt Sohn Respekt

Es war nicht Trost, auch nicht die Suche nach Anerkennung, als Marko Pesic Sekunden nach dem Abpfiff den Vater umarmte und ihm einen Kuss auf die Wange drückte. „Das war der Respekt vor dem Älteren“, erklärte der Berliner und leitete auch alle Glückwünsche zu seiner Top-Leistung an die ganze Mannschaft weiter: „Ich habe sicher ordentlich gespielt, aber zu viele Komplimente sind nicht gut. Wir waren ein in der wichtigen Phase perfekt harmonierendes Team.“

Auch Vater Pesic erkannte als Verlierer die Vorstellung seines Sohnes an. „Ich freue mich immer über ein gutes Spiel von Marko. Er war neben unserem Zoran Kukic, der Wendell Alexis ganz großartig beherrscht hat, der überragende Spieler auf dem Platz.“ ALBA-Kapitän Henrik Rödl meinte gar: „Marko spielt derzeit auf sehr hohem Niveau, heute war sein vielleicht bestes Spiel.“

Trainer Pesic glaubt noch an eine Chance

Ex-„Albatros“ und Pesic- Gegenspieler Vladimir Bogojevic befand, „immer wenn wir dran waren, haben uns Marko oder Mithat Demirel die Dreier reingemacht.“ Nach Resignation klang die Kölner Anerkennung für den letztlich verdienten, aber hart umkämpfen Sieg der Berliner jedoch nicht. „Wir werden im nächsten Heimspiel gewinnen. Wir wissen ja jetzt, wie es geht“, glaubt Bogojevic und verwies auf die Foul-Probleme, die die ALBA-Schlüsselspieler Wendell Alexis und Dejan Koturovic frühzeitig hatten.

Auch Svetislav Pesic sieht sein Team noch nicht gescheitert. „Glückwunsch an beide Mannschaften. Das war sicher Werbung für den Basketball, eines der besten Bundesliga-Spiele überhaupt. Wir hätten natürlich lieber gewonnen, aber das wollen wir zu Hause nachholen.“ Sein Berliner Kollege Emir Mutapcic wies voreilige Gratulationen zurück. „Wir haben doch jetzt ein richtiges Bild von Köln bekommen, wie gefährlich die Mannschaft ist. Die werden uns den Titel nicht schenken“, glaubt er noch ein hartes Stück Arbeit auf dem Weg zum sechsten Titel.

„Werden in drei Spielen gewinnen“

Auch Kapitän Henrik Rödl warnt: „Noch ist die Serie nicht zu Ende. Der nächste Sieg wird auf alle Fälle der schwerste.“ Marko Pesic bleibt ebenfalls vorsichtig. „Die Kölner werden uns am Samstag die Hölle heiß machen. Ein 0:3 - das wird ihr Stolz nicht zulassen. Für uns wäre es allerdings gut, dann könnten wir früher in den Urlaub fahren.“

Auch Nationalspieler Mithat Demirel, mit drei Dreiern in der entscheidenden Phase neben Pesic der Matchwinner, will schon am Samstag den Titelgewinn feiern: „Wir werden in drei Spielen gewinnen. Das ist leichter, als sich noch einmal zu motivieren.“

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