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American Football Heiße Phase im Kampf um den Superbowl

18.01.2007 ·  Den nach dem Hurrikan heimatlosen New Orleans Saints gelang eine sensationelle Rückkehr. Das Team zog ins Halbfinale der NFL-Playoffs ein. Topfavorit bleiben aber die Seriensieger aus Boston, die New England Patriots.

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Zwei alte Rivalen, ein Traditionsteam und ein Publikumsliebling bestreiten am Sonntag die Halbfinalspiele in der nordamerikanischen National Football League (NFL). Dabei kommt es in Indianapolis zum Endspiel in der American Football Conference (AFC) zwischen den einheimischen Colts und den New England Patriots. Im Finale der National Football Conference (NFC) stehen sich NFL-Gründungsmitglied Chicago Bears und die New Orleans Saints gegenüber.

Die „Heiligen“ sind in dieser Saison die Sympathieträger der Liga. Nachdem Hurrikan Katrina im Herbst 2005 ihre Spielstätte, den Louisiana Superdome, stark beschädigt hatte, war das Team heimatlos und musste nach Texas und sogar New York ausweichen. Ein Jahr nach der Katastrophe folgte die umjubelte und weltweit beachtete Rückkehr in den Superdome. Mit dem neuen Coach Sean Payton, der zum Trainer des Jahres gewählt wurde, qualifizierten sich die Saints überraschend für die Playoffs.

„Dieser Sieg bedeutet alles“

Noch größer war der Jubel in New Orleans, als am vergangenen Samstag die Philadelphia Eagles mit 27:24 bezwungen wurden und die Saints erstmals in ihrer Vereinsgeschichte das Halbfinale erreichten. „Dieser Sieg bedeutet alles. Dafür sind wir diesen schweren Weg im Vorjahr gegangen. Und für unsere Stadt ist das Spiel in Chicago noch wichtiger“, meinte Runningback Reggie Bush unter Tränen.

Eher rational sind die Gedanken beim Gegner. „Gewinnen wir das nächste Spiel, sind wir im Super Bowl. Gewinnen wir die nächsten zwei Spiele, habe ich endlich den Ring an meinem Finger, den ich immer haben wollte“, sagte Chicagos Quarterback Rex Grossmann. Die Bears stehen erstmals seit 1986 im Halbfinale, damals holte das Traditionsteam sogar den Titel. Ein Vorteil ist ihre Spielstätte. Das Soldier Field, in dem die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM 1994 drei Spiele absolvierte, ist ein offenes Stadion. Die New Orleans Saints sind in ihrem Superdome eher „Hallenspezialisten“ und könnten mit den oft
böigen und eiskalten Winden vom nahen Lake Michigan Probleme bekommen.

Drei der letzten fünf Superbowls holten die Patriots

Das Halbfinale zwischen den Colts und den Patriots wird im RCA Dome ausgetragen, einer Superarena mit 56 000 Plätzen und geschlossenem Dach. „Der Weg zum Superbowl nach Miami führt für die Colts durch New England“, titelten Zeitungen in dieser Woche. Ein harter Weg, denn die Patriots sind das NFL-Team des 21. Jahrhunderts: Von den vergangenen fünf Superbowls gewannen sie drei.

Die Erfolge sind vor allem mit drei Namen verbunden: Trainer Bill Belichick, Quarterback Tom Brady und Kicker Adam Vinatieri. Letzterer sorgte am 3. Februar 2002 gegen St. Louis mit einem Fieldgoal in der
Schluss-Sekunde für den 20:17-Sieg. Am 1. Februar 2004 traf Vinatieri gegen Carolina neun Sekunden vor Schluss zum 32:29-Erfolg für das Team aus Boston. Im Sommer wechselte der 34-Jährige nach Indianapolis. Wie wertvoll er für seinen neuen Arbeitgeber ist, zeigte Vinatieri am Samstag im Viertelfinale in Baltimore, als er mit fünf Fieldgoals alle Punkte beim 15:6-Sieg erzielte.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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