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FAZ.NET-Übersteiger Nein, Dante!

 ·  Aus gegebenem Anlass ein paar Fragen: Warum Dante? Warum das Lächeln? Warum eine persönliche Ansprache, wenn es eine sachliche Moderation getan hätte?

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© dpa Lächelnd: Zamperoni

Was sich ARD-Moderator Ingo Antonio Zamperoni am Donnerstagabend in der Halbzeit des Halbfinales herausnahm, brachte die deutsche Fernsehvolksseele in Wallung.

Der Sohn italienischer Einwanderer hatte aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht und sich - beim Stand von 2:0 für Italien und mit einem Lächeln - an die Zuschauer gewandt: „Und beenden möchte ich diese Tagesthemen - aus gegebenem und persönlichem Anlass - mit Worten des italienischen Dichter-Fürsten Dante: ,Das Gesicht verrät die Stimmung des Herzens.’ Ich weiß nicht, was Ihnen mein Gesicht jetzt verrät, aber seien Sie versichert, dass ich innerlich ziemlich zerrissen bin. In diesem Sinne: che vinca il migliore, möge der Bessere gewinnen.“

Die ARD-Chefredaktion fand Zamperonis Verhalten „korrekt“, versuchte aber, die empörte Zuschauermasse zu beschwichtigen. Wäre wohl besser gewesen, wenn Zamperoni nicht den Florentiner Dante, sondern den Frankfurter Goethe zitiert hätte, der im „FaustI“ über den Zwiespalt schrieb: „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.“

Und beenden möchte ich diesen Text - aus gegebenem und persönlichem Anlass - mit Worten des italienischen Dichter-Fürsten Dante: „Irren kann durch falsches Ziel das Streben, und durch zu viel und durch zu wenig Stärke.“ Ich weiß nicht, was Ihnen das Zitat jetzt verrät, aber seien Sie versichert, dass ich innerlich ziemlich zerrissen bin. In diesem Sinne: kle.

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Jahrgang 1966, Sportredakteur.

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