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2:4 gegen Leverkusen Nürnburg spielt, Bayer 04 trifft

19.02.2005 ·  Bayer Leverkusen hat eine gelungene Generalprobe für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gefeiert und beim 4:2 in Nürnberg zugleich seine Ambitionen auf einen Spitzenplatz in der Liga untermauert.

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Bayer Leverkusen hat dem 1. FC Nürnberg den 800. Bundesliga-Auftritt verdorben und seinen Anspruch auf einen Platz im Europapokal erneut untermauert. Drei Tage vor der Champions-League-Partie beim FC Liverpool kamen die Leverkusener am Samstag in der Fußball-Bundesliga beim „Club“ zu einem 4:2 (2:1)-Erfolg und kletterten zumindest bis Sonntag auf den vierten Rang.

Dimitar Berbatow (3./60.), Carsten Ramelow (33.) und Jacek Krzynowek (80.) erzielten vor 20.200 Zuschauern die Tore für Leverkusen. Für die Franken, die durch die dritte Heimpleite in Serie weiter in den Tabellenkeller rutschten, konnte Marek Mintal (30./55.) die Niederlage mit seinen Saisontreffern Nummer 16 und 17 nicht verhindern.

„Die bessere Mannschaft hat verloren“

Leverkusens Doppel-Torschütze Berbatow wollte bei sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Bayern München sogar einen Angriff auf die Meisterschale nicht ausschließen. „Es kann viel passieren in der Bundesliga. Es sind noch einige Spiele“, sagte der Stürmer. Sein Kollege Ramelow war jedoch vorsichtiger. „Wir haben heute auch Glück gehabt. Die Standardsituationen machten den Unterschied aus“, sagte der Ex-Nationalspieler. Auch Nürnbergs Trainer Wolfgang Wolf sah sein Team nur bei ruhenden Bällen im Nachteil. „Die bessere Mannschaft hat heute verloren, ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen“, sagte der Coach.

Die Nürnberger hatten vor der Partie zur Vorbereitung für drei Tage ein Trainingslager im niederbayerischen Bad Gögging bezogen, doch der erhoffte Effekt war schnell verpufft. Schon nach drei Minuten nutzte Berbatow nach einer Flanke von Robson Ponte eine Unaufmerksamkeit in der „Club“-Abwehr und köpfte mit seinem 10. Saisontor zur frühen Führung ein. Ausgerechnet der nach einem halben Jahr erstmals wieder eingesetzte Bartosz Bosacki machte dabei keine gute Figur.

Mintal trifft aus 22 Metern

Die Franken antworteten auf den Rückstand mit Offensivgeist, ließen dabei jedoch eine klare Linie vermissen und wirkten oft zu ungestüm. Ein Mintal-Schuß (5.) ging knapp am Tor vorbei, Maik Wagefeld (18.) scheiterte an Leverkusens-Schlußmann Jörg Butt. Auf der Gegenseite hatte Nationalspieler Paul Freier (20.) Pech, als er nur den Pfosten traf. Zudem scheiterte der Ex-Nürnberger Krzynowek (26.) an FCN-Torwart Daniel Klewer.

Kurz darauf hatte Torphantom Mintal wieder einmal einen großen Auftritt. Mit einem strammen Schuß aus 22 m ließ er Butt keine Chance. Wiederum nach einer Flanke von Ponte konnte Ramelow allerdings zum ersten Mal in dieser Saison aus kurzer Distanz ein Tor erzielen, so daß die Gäste in einer trotze Schneetreibens guten Partie mit einer nicht unverdienten Führung in die Halbzeit gingen.

Herrlichen Freistoß-Treffer von Krzynowek

Auch an Mintals zweitem Streich zum erneuten Ausgleich konnten sich die Nürnberger nach dem Seitenwechsel nur kurz erfreuen. Gnadenlos bestrafte „Flanken-Gott“ Ponte in Kooperation mit Berbatow die Abwehrschwäche des „Clubs“ bei Standardsituationen. Der Bulgare war nach einer Hereingabe wieder per Kopfball zur Stelle. Krzynowek besiegelte mit einem herrlichen Freistoß-Treffer die Nürnberger Niederlage und sorgte für eine gelungene Rückkehr von Trainer Klaus Augenthaler an seine alte Wirkungsstätte.

1. FC Nürnberg - Bayer Levekusen 2:4 (1:2)
Nürnberg: Klewer - Wolf, Cantaluppi, Bosacki (73. Kießling), Lars Müller - Sven Müller, Mintal, Larsen, Wagefeld (80. Slovak) - Vittek, Daun
Leverkusen: Butt - Schneider, Callsen-Bracker, Nowotny (77. Dum), Placente - Freier, Ramelow, Krzynowek - Ponte (85. Donovan) - Berbatow, Woronin (68. Castro)
Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
Zuschauer: 20.200
Tore: 0:1 Berbatow (3.), 1:1 Mintal (30.), 1:2 Ramelow (33.) , 2:2 Mintal (55.), 2:3 Berbatow (60.), 2:4 Krzynowek (79.)
Gelbe Karte: Cantaluppi / -

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
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