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2:0 gegen Hertha BSC Rostock hat sich noch nicht aufgegeben

30.04.2005 ·  Der Traum vom zweiten Platz ist für Hertha BSC in weite Ferne gerückt. Die Berliner unterlagen bei Hansa Rostock 1:2. Der Abstiegskandidat macht sich trotz der erfolgreichen Konkurrenz weiter Hoffnung.

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Der Sturmlauf von Hertha BSC auf die Champions-League-Plätze ist jäh gestoppt worden. Die Mannschaft von Trainer Falko Götz, die zuletzt drei Siege in Serie feierte, zog am 31. Spieltag nach einer schwachen Leistung beim abstiegsbedrohten FC Hansa Rostock mit 1:2 (0:1) den Kürzeren.

Vor 25.100 Zuschauern im Ostseestadion machten Tim Sebastian (45.) und Jari Litmanen (70.) mit ihren jeweils ersten Bundesligatreffern am Samstag den ersten Sieg der Hanseaten gegen Hertha seit mehr als sieben Jahren perfekt. Berlin kam zwar durch Yildiray Bastürk (73.) zum Anschlußtreffer, aber zu mehr reichte es nicht.

„60 Minuten gar nichts gemacht“

Götz war angesichts der indiskutablen Vorstellung und der sechsten Saisonniederlage sehr enttäuscht. „Wir haben 60 Minuten gar nichts gemacht, und dann verliert man halt so ein wichtiges Spiel“, sagte der 43jährige. In Rostock herrscht trotz des Erfolges von
Abstiegskontrahent Borussia Mönchengladbach das Prinzip Hoffnung. „Wir haben gezeigt, daß wir uns noch nicht aufgegeben haben. Mein Team hat Leidenschaft gezeigt und verdient gewonnen“, sagte Trainer Jörg Berger.

Der Vorletzte Rostock zog durch den Sieg in der Tabelle mit Bochum gleich und hat drei Spieltage vor dem Saisonende fünf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Vom Fußball-Zauber der Berliner, bei denen Pal Dardai für den gelb-gesperrten Niko Kovac in die Anfangself rückte, war in der ersten Halbzeit nichts zu sehen. Der zuletzt überragende Spielmacher Marcelinho tauchte ab und haderte
mit sich und seinen Nebenleuten, Gilberto war ein Totalausfall. Und auch in der Defensive hinterließ Hertha nicht den besten Eindruck. So konnten sich die Hauptstädter nur eine Torchance erarbeiten, doch Rafael (42.) verzog aus aussichtsreicher Position knapp.

Hansas Mut wird belohnt

So waren es die Gastgeber, die mit dem Mut der Verzweiflung anrannten und die Partie an sich rissen. Berger, der René Rydlewicz für den verletzten Rade Prica sowie Antonio Di Salvo für Marcus Allbäck von Beginn an aufbot, hatte seiner Mannschaft kontrollierte Offensive verordnet. Und das setzte Hansa um. Marcus Lantz hatte bereits in der 2. Minute die erste Möglichkeit, doch sein Schuß landete in den Armen von Herthas Keeper Christian Fiedler. In der 19. Minute sahen die Hansa-Fans dann den Ball bereits im Tor, doch Di Salvo, der den schwachen Dick van Burik aussteigen ließ, schoß freistehend aus sechs Metern den Ball in die Wolken.

Die Hanseaten ließen sich nicht entmutigen. Einen Kopfball von Litmanen (26.) konnte Fiedler aber ebenso von der Linie kratzen wie einen Distanzschuss von Rydlewicz (39.). Als alle sich schon auf die Halbzeit eingestellt hatten, zog Sebastian aus 25 Metern ab und traf ins linke untere Eck.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Berliner weit unter ihrem Niveau. Nach einem schönen Solo des ehemaligen Berliners Michael Hartmann krönte vielmehr Litmanen seine überragende Leistung mit einem Tor. Nur drei Minuten später erzielte Bastürk zwar den Anschluß und ließ die Berliner wenigstens auf einen Punkt hoffen. Doch Hansa brachte den am Ende verdienten Sieg über die Zeit.

Hansa Rostock - Hertha BSC Berlin 2:1 (1:0)
Rostock: Schober - Hartmann, Möhrle, Persson, Maul - Rydlewicz (69. Hill), Sebastian, Lantz, Thomas Rasmussen (52. Allbäck) - Litmanen (85. Meggle) - di Salvo
Berlin: Fiedler - Friedrich, van Burik (65. Madlung), Simunic,
Fathi - Dardai - Marx (73. Reina), Bastürk, Marcelinho, Gilberto
(60. Neuendorf) - Rafael
Schiedsrichter: Sippel (München)
Tore: 1:0 Sebastian (45.), 2:0 Litmanen (70.), 2:1 Bastürk (73.)
Zuschauer: 25.000
Gelbe Karten: Maul (5), Thomas Rasmussen (4), Schober (3), Lantz (5/4) - Marcelinho (5/2), Madlung (2), Neuendorf (4)

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
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