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0:1 in Hannover Kaum noch Hoffnung für Köln

 ·  Die Chancen des 1. FC Köln auf den Klassenverbleib sind nahezu auf den Nullpunkt gesunken. Der Tabellenletzte verlor bei Hannover 96 mit 0:1 und verliert das rettende Ufer immer mehr aus den Augen.

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Die Hoffnungen des 1. FC Köln auf den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga schwinden immer mehr. Ohne den angeschlagenen Nationalspieler Lukas Podolski, der erst nach 59 Minuten eingewechselt wurde, kassierte der Tabellenletzte mit 0:1 (0:1) bei Hannover 96 bereits die 16. Saison-Niederlage. Vahid Hashemian (39.) erzielte am Samstag vor 37.214 Zuschauern das Siegtor für die Niedersachsen, die wieder auf Uefa-Cup-Kurs steuern.

In einer Partie auf mäßigem Niveau präsentierte sich der Aufsteiger aus Köln über weite Strecken wie ein Absteiger. Hannover 96 genügte eine Durchschnittsleistung, um die Negativserie von vier Partien ohne Sieg zu beenden. Der Erfolg hätte noch höher ausfallen können, doch erneut konnte die Mannschaft von Trainer Peter Neururer im Abschluß nicht überzeugen.

„Irgendwann kommt der Punkt, wo es theoretisch nicht mehr möglich ist, den Abstieg zu verhindern. So weit sind wir aber nicht“, sagte Kölns Trainer Hanspeter Latour. Er lobte sogar seine harmlos spielenden Profis: „Wir haben in der Defensive gut gestanden. Die Mannschaft ist nicht eingebrochen.“ Der eingewechselte Podolski fand deutlichere Worte: „Mit so einer Leistung können wir nicht bestehen. 96 war keine Übermannschaft, die haben auch nicht viel gerissen.“

Brdaric bereitet vor, Hashemian staubt ab

Podolski war trotz einer Knieverletzung der FC-Mannschaft am Spieltag nachgereist. Er nahm aber zunächst nur auf der Ersatzbank Platz. Sein Ausfall traf Kölns Trainer Hanspeter Latour doppelt, denn auch der zweite etatmäßige Stürmer Marco Streller konnte wegen einer Gelb-Sperre nicht spielen. So war der Ungar Imre Szabics im Angriff zumeist auf sich allein gestellt. Evanilson schoß erst nach 43 Minuten erstmals auf das 96-Tor.

Hannover 96 übernahm im 600. Erstligaspiel seit 1964 von Beginn an das Kommando. Angekurbelt vom agilen Jiri Stajner drängte das Team die Kölner in die eigene Hälfte. Stürmer Thomas Brdaric (5./12.), der noch auf einen Anruf von Bundestrainer Jürgen Klinsmann hofft, hatte die ersten Chancen. Mittelfeldspieler Christoph Dabrowski (35.) scheiterte freistehend am glänzend reagierenden Schlußmann Alexander Bade.

Kurze Zeit später war auch der Kölner Torwart machtlos. Nach einem Schuß von Brdaric, der von Bade abprallte, hatte Hashemian keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken. Das vierte Saisontor des Iraners war aber nur ein unzureichender Ausdruck der 96-Überlegenheit. Die harmlosen Kölner kamen zwar nach der Einwechslung von Podolski etwas besser ins Spiel, stellten die von Per Mertesacker gut organisierte 96-Abwehr aber nicht vor Probleme.

Hannover 96 - 1. FC Köln 1:0 (1:0)
Hannover: Enke - Cherundolo, Mertesacker, Zuraw, Tarnat - Balitsch, Lala, Dabrowski - Stajner (90. Stendel) - Hashemian (77. Schröter), Brdaric (69. Christiansen)
Köln: Bade - Alpay, Sinkiewicz, Matip - Springer (81. Epstein) - Evanilson, Cabanas, Schindzielorz (56. Grammozis) - Szabics (56. Podolski), Scherz, Streit
Schiedsrichter: Perl (München)
Tor: 1:0 Hashemian (39.)
Zuschauer: 37.214
Gelbe Karrten: Hashemian, Dabrowski (5/2) - Schindzielorz (3), Szabics

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
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