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Spanien Eta verkündet Ende bewaffneter Aktivitäten

20.10.2011 ·  Die baskische Untergrundorganisation Eta hat das „definitive Ende ihrer bewaffneten Aktivitäten“ bekannt gegeben. Der spanische Ministerpräsident spricht von einem „Sieg der Gesetze“.

Von Leo Wieland, Madrid
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© AFP Abschied vom Terror: Für die Opfer iherer Anschläge haben die Eta-Erklärenden keine Worte übrig

Die baskische Terrororganisation Eta hat am Donnerstag das „endgültige Ende der bewaffneten Aktivitäten“ bekanntgegeben. In einem am Abend zusammen mit einer Videoaufzeichnung veröffentlichten Kommuniqué versicherten drei mit weißen Masken vermummte Bandenmitglieder, dass Eta „sich klar und fest verpflichtet“, die gewalttätige Konfrontation einzustellen zu beenden. Zugleich werden die Regierungen von Spanien und Frankreich zu einem „direkten Dialog“ über eine Lösung des „baskischen Konflikts“ aufgerufen.

Die Ankündigung folgte drei Tage auf eine „internationale Friedenskonferenz“ mit ausländischen „Vermittlern“, darunter der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan, welche die letzte europäische Terrororganisation zu einem definitiven Gewaltverzicht aufgefordert hatte.

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero sprach in einer ersten Stellungnahme von einem „Sieg der Demokratie, der Gesetze und der Vernunft“. Er dankte insbesondere dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy für die Kooperation und erinnerte an die mehr als 800 Todesopfer während der 43 Jahre mit Bombenattentaten und Mordanschlägen. Er äußerte zugleich die Hoffnung, dass für das Baskenland nun eine „Zukunft ohne Angst in Freiheit und Frieden“ beginnen könne.

In dem Eta-Kommuniqué werden die Terrorismusopfer nicht erwähnt. Hingegen heißt es, dass der „grausame Kampf viele Genossinnen und Genossen das Leben gekostet“ und Gefängnis oder Exil bedeutet habe. In ersten Reaktionen aus dem Baskenland hieß es, dass der nationalistischen „patriotischen Linken“ nun die Teilnahme an den spanischen Parlamentswahlen am 20. November nicht verwehrt werden dürfte.

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Jahrgang 1950, politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel, Marokko und Tunesien mit Sitz in Madrid.

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