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Schneller Brexit : Schulz fordert britischen Austrittsantrag bis Dienstag

  • Aktualisiert am

Fordert die Briten auf, schnell zu handeln: EU-Parlamentspräsident Martin Schulz Bild: Reuters

Eine Hängepartie beim Brexit schade allen, warnt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Auch der Chef der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament will Verzögerungen nicht akzeptieren.

          EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hat Großbritannien aufgefordert, schon beim EU-Gipfel am kommenden Dienstag den Austritt aus der Europäischen Union zu beantragen. „Ein Zögern, nur um der Parteitaktik der britischen Konservativen entgegenzukommen, schadet allen“, sagte Schulz der „Bild am Sonntag“. Eine lange Hängepartie führe „zu noch mehr Verunsicherung und gefährde dadurch Arbeitsplätze. „Deshalb erwarten wir, dass die britische Regierung jetzt liefert. Der Gipfel am kommenden Dienstag ist hierfür der geeignete Zeitpunkt.“

          Der Chef der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), kritisierte das Verhalten der britischen Regierung. „Die beginnende Verzögerungstaktik in London ist inakzeptabel“, sagte Weber der „BamS“ und plädierte für einen schnellen Austritt „innerhalb der geplanten Frist von zwei Jahren, besser sogar innerhalb eines Jahres“.

          Großbritannien hatte sich bei dem Referendum über die Mitgliedschaft in der EU am Donnerstag mit knapper Mehrheit für einen Austritt ausgesprochen. Der konservative Premierminister David Cameron kündigte daraufhin seinen Rücktritt an, allerdings erst bis Oktober. Er will es seinem Nachfolger überlassen, den Austritt des Landes offiziell bei der EU zu erklären, wie es nach Artikel 50 des EU-Vertrags von Lissabon vorgesehen ist. Erst danach beginnen die Verhandlungen über die Konditionen des britischen Ausstiegs, sie sollen bis zu zwei Jahre dauern.

          Am Dienstag und Mittwoch berät der EU-Gipfel in Brüssel über die Folgen des britischen Ausstiegs. Auch das Europaparlament kommt zu einer Sondersitzung zusammen.

          Quelle: catk./AFP

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