09.02.2013 · Der Rücktritt von Annette Schavan nach dem Entzug ihres Doktorgrades widersprach den politischen Gepflogenheiten. Angela Merkel wollte das so. Die Kanzlerin bemühte Superlative. Das ist ungewöhnlich für sie.
Von Markus Wehner, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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Bevor Menschen in Grund und Boden....
abqualifiziert werden empfehle ich, die Stellungnahme des Präsidenten der Humboldt-Universität Olbertz zur Aberkennung des Doktorgrades zur Kenntnis zu nehmen. Diese ist im Internet leicht zu finden.
Folgt man ihrer Argumentation, müsste man nahezu jede eingereichte
Dissertation zurückziehen. Jede wissenschaftliche Arbeit beruht
bereits publizierten Arbeiten. Neue Erkenntnisse erlangen sie nur, wenn
sie die Grundlagen kennen. So funktioniert Wissenschaft!
In einer Dissertation muss man sich deshalb zwangsläufig mit
Grundlagen vertraut machen und diese ggf. auch wiedergeben.
Formulierungen ähneln sich dann zwangsläufig.
Soviel Scheinheiligkeit macht sprachlos. Person und Gewissen lautete der Titel ihrer Doktorarbeit. Dagegen war zu Guttenberg regelrecht amüsant, indem er vor versammelten Plenum, angesichts der offensichtlichsten Täuschung seit Erfindung der Lüge, frech von einem "Fehler" gesprochen hatte und kein Wort über seinen Betrug verlor. Jetzt, bei Frau Schavan, eingekleidet in das undurchdringbare Gewand von Gutgeschwätz einer ewigen Klassensprecherin, gleich ihrem eisernen Vorbild Merkel, bleibt nur zu konstatieren: Gewissenlose Person!
Die Vielzahl der "geisteswissenschaftlichen" Promotionen und
die völlige Niveaulosigkeit fast aller medizinischen
"Doktorarbeiten" sind an Lächerlichkeit kaum zu
überbieten. Ungeachtet dessen sollte berücksichtigt werden,
dass Hochschulen primär von den jeweiligen Bundesländern
finanziert werden. Ein schwarzes Parteibuch im roten Bundesland NRW und
DER Fettnäpfchenkandidat bei nahender Bundestagswahl waren das Aus
für Schavan. Dass die Universität nun bei diesem falschen
Spiel mitspielt kann nur Verachtung hervorrufen.
Arme Hochschule, aber das Geld aus NRW wird weiter fliessen, dies ist
nun gesichert!
M. W. ist Lila auch die "Farbe des letzten Versuchs".
Und der soll jetzt auch noch die Gerichte erschüttern. Bei all dem
Wirrwarr in Kabinett, Union und beim "Lieblingspartner" muss
die Kanzlerin allmählich Stilsicherheit verlieren.
Fettnäpfchen sind nicht nur dem Problem-Peer zuzuordnen.
Mit dem Rücktritt empfinde ich freilich das Abklingen einer
großen inneren Spannung und wende ich mich wieder einem
unprätentiösen Leben im Alter zu - ohne Dienstwagen und
Dienerschaft, aber mit viel Zeit zum Nachdenken.
Ein neuer, trauriger Höhepunkt der Quotokratie
zelebriert von einer, die sehenden Auges Deutschland und seine
Bürger ans Messer der Blutsäufer in Brüssel liefert und
einer, die sicher nicht gegen den Wunsch der Ersteren mit dem sog.
'Professorinnenprogramm' verluderte Bakschisch- Universitäten
salonfähig machte.
So sind denn auch die herausragenden Attribute der 'Neuen' nicht weiters
erstaunlich: weiblich, Ostvergangenheit, selbstverständlich
'irgendwie' Widerstandskämpferin gegen das SED- Unrecht.
Manch einer sieht sich bestätigt: die 'feindliche Übernahme'
der BRD geht weiter.
Was in Anbetracht der sagenhaft verkommenen Gurkentruppe CDU/FDP weder
überaschend und noch nicht mal besonders tragisch ist.
Mein Freund Christian hatte gestern seine mündliche
Doktorprüfung und in dieser Prüfung nur eine 2 bekommen.
Mann müsse, so der Prüfungsvorsitzende in diesen Zeiten die
Messlatte hoch halten, sie wissen schon, er schaute Christian an,
Schavan und so.
Ich war im vergangenen Sommer dran und hab einen ähnlichen Satz
gehört. Nur dass der auf Guttenberg und so endete.
Diesen Effekt sollte man auch mal im Blick behalten: Wie diese
Polit-Plagiatoren den Wissenschaftsbetrieb an der Förderung und der
Verbreitung guter Arbeiten mittelbar hindern.
Herzliche Grüße
ChK
Erstaunlich, sehr erstaunlich...
Ist ist doch immer wieder erstaunlich, wie verschieden bei
ähnlichem Sachverhalt die Politik und die Journaille urteilt. Zu
Guttenberg, dieses miese Subjekt, getäuscht hat er, pfui Spinne,
der Deibel. Ruageschmissen muss er werde aus dem ... Verteidigungsministerium.
Dagegen Antte Schavan, die Gute, die Aufrichtige, die Frohe. Ihre Uni
hat ihr den Doktorgrad aberkannt, die Ämrste, dann aht sie ja gar
nichts mehr. Nun ja, man lässt sie schweren Herzens ziehen.... eine
Bildunsgminsiterin, die beim Doktor beschissen hat.
Könnte es sein, dass das eigentliche Verbechen gar kein
akademisches ist, sondern das von und zu Gut... gefährlich für
Mutti war, Anette Schavan dagegen als treue Parteisoldatin ungefährlich?
Schweinewelt.... und wir mittendrin...
"... und schweren Herzens habe sie der Bitte Schavans entsprochen, zurückzutreten."? Dann haben wir nun also keine Bundeskanzlerin mehr?
Je mehr Merkel Missetätern ihr Vertrauen ausspricht, desto rascher u. sicherer ist deren Fall,
das kann man aus dem jüngsten schlimmen Plagiatsfall lernen. Außerdem zeigte sich dabei , wie die von Schavan abhängige Wissenschaftgemeindt völlig ihren Verstand verloren hat u. Ergebenheitsbeweise in Form von Lob über die unermessliche Wissenschaftlichkeit der Moglerin in masse lieferte. Sehr positiv hingegen kann vermerkt werden, dass die Uni Düsseldorf sich nicht von dummen Wissenschaftsvertretern beirren ließ u. ihres Amtes mutig waltete. Nach dem Rücktritt Schavans braucht sie sich ob ihres Dr.-Entzugs nicht mehr zu sorgen. Gottes Mühlen haben wieder einmal gerecht gemahlen, entgegen Merkels dummer u. unverantwortlicher Unterstützung Schavans bis zuletzt. Die Wähler werden das blinde Vertrauen der Kanzlerin als schlimmen Fehler werten.
Nein. Raffiniert schummeln und dann, rettungslos ertappt, lügen und abstreiten, bis der Kopf platzt - das ist nicht "altmodisch" oder gar konservativ, wie der Kommentar suggeriert. Was ist das? Paranoia? Typisch Politiker? Auf jeden Fall: ZUM KOTZEN.
Hier geht es um mehr.
Entscheidend ist nicht das Einzelschicksal Schavan. Der Skandal ist die
plebiszitäre Verurteilung gepaart mit einer Tendenz zur Lynchjustiz
ohne geordnetes Rechtsverfahren.
Voraussetzung der Demokratie ist die Gewaltenteilung ! Von
unabhängiger Judikative keine Spur.
Wenn eine Universität von vorsätzlicher Täuschung
spricht,nimmt sie die Rolle von Ankläger und
Richter wahr. Dies umso mehr, als zusätzliche Informationsquellen ,
die den gravierenden Vorwurf untermauert hätten, bewußt
gemieden wurden. Hier liegt der Verdacht nahe, dass die Universität
von ihren eigenen V ersäumnissen ablenken wollte.
Anonyme Verleumdungen über die Medien ohne rechtsstattliche
Verfahren sind Gift für unser Gemeinwesen.
Frau Schavan hat von Sekundärliteratur abgeschrieben, ohne
die Quellen anzugeben, Fehler wurden sogar mit übernommen. Eindeutiger kann kein Beweis sein. Richter können zwar das Verfahren angreifen aber nicht den Schluss zu dem die UNI kam.
»und genau deshalb stellt sie jetzt (im allerletzten Augenblick,
nachdem ich ihr gesagt habe, dass nichts mehr geht), in dieser Stunde,
ihr eigenes persönliches Wohl, hinter das Wohl des Ganzen, hinter
das Gemeinwohl. Diese Haltung macht Anette Schavan aus.«
Das sehe ich ganz genau so!
Selbstüberschätzung, Ahnungslosigkeit, Dummheit, Heuchelei, Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit
2011 wurde Schavan vor dem Hintergrund weiterer Plagiatsfälle in
der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ mit den Worten
zitiert:
„Man kann den Universitäten nur raten, sehr bewusst und
selbstkritisch mit dem Thema umzugehen und nicht auf eine möglichst
hohe Zahl von Titelvergaben zu zielen.“ Der Doktortitel müsse
„Ausdruck einer wissenschaftlichen Qualifikation" und
dürfe nicht ein „Statussymbol oder Titelhuberei" sein.
(Zitiert nach: Handelsblatt.com, "Merkels Vertraute und
Rekordministerin" vom 05.02.13)
Wer sich mit den Details von Schavans Doktorarbeit, etwa auf Schavanplag
befasst, kann nur zum Ergebnis kommen, dass ihre eigene Doktorarbeit
kaum etwas anderes war, als das Streben nach Statussymbolen und
Titelhuberei. In dieser nur dem Anschein nach wissenschaftlichen Arbeit
schmückte sich Schavan fortlaufend mit fremden Federn indem sie
heimlich aus der Sekundärliteratur abschrieb.
sollte den Kopf nicht hängen lassen.
Vielleicht braucht Brüssel noch einen "KommissarIn für
Akademische Leistungsnachweise"?
Oder so was ähnliches.
Schauspielerische Topleistung...
...was die beiden Damen vor der Presse hier hinlegten. Mehr fällt dazu nicht ein. Sich einen Job und Pension ergaunert, direkt nach dem Abitur, darauf kam es ja Frau Schavan an. Jetzt mit fast 58 in den hochbezahlten Ruhestand, während andere noch hart dafür arbeiten müssen. Einfach ungerecht.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.02.2013 08:47 UhrPersonal reality
Wer sich Dinge ergaunert und dazu noch auf den richtigen Beistand
zählen darf, dem standen und stehen immer noch viele Türen offen.
Ich finde Frau Schavan genauso nichtssagend wie unsere Kanzlerin
gleichwohl halte ich ihren Rücktritt oder Rausschmiss für
überflüssig. und nicht erforderlich. Wahrscheinlich ist dies
der Merkelschen Machterhaltungsstrategie geschuldet.Wenn man das
Leistugsniveau für Promotionen derartig herunterschraubt, wie in
NRW geschehen(ohne Abitur studieren)muss mann sich nicht wundern, dass
die entsprechende Geisteshaltung ebenfalls an Niveau verliert und der
Doktortitel zur Ware verkommt.( wie überhaupt jeder akademische
TiTell in NRW)Wie soll jemand ohne akademische Ausbildung diie Bedeutung
eines Doktortitels würdigen können.
Die Universität Düsseldorf sollte ihr
Qualitätssicherungssystem, wenn es denn eins gibt,
überprüfen. Es ist für mich als Akademiker schwer
verständlich, dass eine akademische Bildungs
anstalt nach 30 Jahren zu Erkenntnissen gelangt, die ihr bis dahin
verborgen geblieben sind.Es sei denn, dass ihr Beirat aus bigotten
Schwätzern wie Trittin, Künast und ähnlichen Gutmenschen
besteht.
Was hat Frau Schavan geleistet?
Die Abschaffung des Diploms?
Gibt es noch andere Sachen.
Die schwachsinnigen "Elite"-Unis?
Naja! Ändern wird sich nichts.
Wir haben eine weitere MenschIn, die vorab Pensionsansprüche realisiert!
Schlecht für den Steuerzahler ...
Zusammenfasssung: POLITABSCHAUM! Davonjagen.
POLITABSCHAUM! Davonjagen. Und diese Bagage verjuxt in puncto Bildung und Wohlstand (Euro) unsere Zukunft.
Bei der Berichterstattung in allen Medien fällt mir auf:
Viele nicht beantwortete Fragen.
Wer sind eigentlich die Plagiatsjäger?
Welche Organisationen stecken dahinter?
Welche politische Ziele verfolgen die?
Wer finanziert die? (Das kostest richtig viel Geld)
Warum traut sich kein Jäger vor die Kamera?
Interessant. Nicht wahr?
Denken Sie mal darüber nach.
Ich hab da einen Verdacht.
Den Verdacht..
...der hier beschrieben wird ist richtig. Es handelt sich bei den Plagiatsjägerum eine basidemokratische Einrichtung, denn die Jäger sind Menschen wie du und ich. Direkte Demokratie nennt man sowas. Internet machts möglich. Danke.
Markus Wehner Jahrgang 1963, politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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