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Zoll am Flughafen Schlangen-Schnaps und illegale Arzneien kassiert

19.03.2008 ·  Ob Handy-Plagiate, illegale asiatische Arzneimittel oder Skorpione in Schnaps: 2007 sind am Frankfurter Flughafen hat im vergangenen Jahr deutlich mehr nachgemachte Markenartikel und geschützte Tiere beschlagnahmt als vor Jahresfrist.

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Der Zoll am Frankfurter Flughafen hat im vergangenen Jahr deutlich mehr gefälschte Markenartikel beschlagnahmt. Auch artengeschützte Tiere und Pflanzen konnten an Deutschlands größtem Airport verstärkt sichergestellt werden, wie der Vorsteher des Hauptzollamts, Ronald Mattausch, berichtete. Bei den Drogen wuchs die Zahl der Fälle von 1727 auf 2323. Dabei wurde aber mit 901 Kilogramm - gegenüber 966 Kilogramm in 2006 - eine geringere Menge an Rauschgift gefunden.

Insgesamt entdeckten die Zöllner knapp 112.000 Exemplare geschützter Tiere oder Pflanzen. Darunter waren fast 5600 lebende Tiere und rund 101.000 lebende Pflanzen. Hinzu kamen knapp 5400 Erzeugnisse aus geschützten Pflanzen und Tieren, nach 5000 im Vorjahr. Die illegale Einfuhr von asiatischen traditionellen Medizinprodukten boome weiterhin, berichtete Mattausch. Besonders begehrt seien in Alkohol eingelegte Schlangen und Geckos, denen eine antirheumatische oder aphrodisierende Wirkung nachgesagt werde. Sichergestellt wurden auch Tabletten aus Moschusextrakt und zerstampfte, zu Pillen geformte Seepferdchen.

Vor allem um Handy-Fälschungen eingezogen

Gefälschte Markenartikel konnte der Zoll am Flughafen in gut 2800 Fällen beschlagnahmen; im Vorjahr waren es 2181 gewesen. Dabei fanden sich in dem Gepäck von Reisenden 881.000 Waren mit einem Wert von 51 Millionen Euro. Dabei handelte es sich vor allem um Handy-Fälschungen, MP3/MP4-Player oder EDV-Produkte sowie Medikamente, Luxusuhren oder auch Textilien.

Angesichts des Rückgangs der entdeckten Rauschgiftmenge geht der Zoll davon aus, dass sich die internationalen Kartelle risikoärmere Schmuggelwege als den Kurier-Transport suchten. So sei die Zahl der Fracht-Beschlagnahmen im Internationalen Postzentrum am Flughafen von 1390 in 2006 auf fast 1900 im vergangenen Jahr gestiegen. Kleinere Mengen Kokain und Heroin fänden die Zoll-Mitarbeiter fast täglich in Brief- oder Büchersendungen, sagte Mattausch.

Kokain in Paprika-Mischung

Vielfach würden auch auf den ersten Blick unverdächtige Warensendungen für den illegalen Drogenimport genutzt. So habe sich in einer neun Kilogramm schweren Sendung einer angeblichen Paprika- Gewürzmischung 2,5 Kilogramm Kokain gefunden. Die Fälle des Rauschgiftschmuggels im Körper ging von 64 auf 39 Passagiere zurück. Als Extremfall nannte Mattausch einen Kurier, der 1600 Gramm Drogen in kleinen Portionen geschluckt hatte.

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