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VZ Vermögenszentrum Tom Friess gibt es wirklich

 ·  „Sie wollen ihr Geld doch vermehren, oder?“ Diese Frage tönt dann und wann aus dem Radio, gesprochen von einem Mann mit Schweizer Akzent. Und dem Namen Tom Friess. Was hinter der Werbung des VZ Vermögenszentrums steht.

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Die Frage ist so verlockend wie rhetorisch: „Sie wollen ihr Geld doch vermehren, oder?“ Dann und wann tönt sie aus dem Radio, gesprochen von einem Mann, dessen demonstrativer Akzent die Vermutung aufdrängt, dass es sich um einen Schweizer handelt. Er lädt zu einem Informationsabend, beispielsweise ins Hilton Hotel in Frankfurt. Natürlich unentgeltlich, denn man will das Geld ja vermehren.

Was hinter diesem leicht penetranten Spot steckt, offenbart sich in einem holzgetäfelten Konferenzraum des Frankfurter Fünfsterne-Hauses. Drei Herren und eine Dame des VZ Vermögenszentrums stellen das Empfangskomitee und drücken einem eine diskrete dunkle Mappe in die Hand. Das Thema des Abends: Ruhestandsfinanzierung. Der Mann aus dem Radio ist offenbar nicht da, denn die beiden Herren begrüßen die zwei Dutzend Personen in akzentfreiem Deutsch: Pärchen, nicht jünger als vierzig, und einige, die das Rentenalter erreicht haben. Mutmaßlich sind alle gekommen, um ihr Geld zu vermehren.

Tochter einer Schweizer Holding

Aber eigentlich, so führt Michael Huber, Frankfurter Niederlassungsleiter des Vermögensberatungsunternehmens, aus, geht es vor allem um die finanzielle Sicherheit nach dem Rückzug aus dem Berufsleben. Um diese sorgten sich immer mehr Deutsche, sagt Huber und verweist auf eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge. Um bösen Überraschungen zu entgehen, brauche es eine zielgerichtete private Vorsorge und Anlagestrategie. Dafür empfehlen sich die Berater des Vermögenszentrums, einer Tochterfirma der gleichnamigen Schweizer Holding.

Deutsche seien bei der Anlage eher konservativ, sagt Huber weiter. 53 Prozent des Geldes seien in Sachvermögen angelegt, und in Deutschland gebe es mehr Versicherungspolicen als Einwohner. Daran haben die Berater des Vermögenszentrums ihre Strategie orientiert, mit der den Angaben zufolge im Schnitt eine Rendite von sechs Prozent erzielt werden soll. Das Kapital, das man dazu aber erst einmal haben muss, wird in einen Wachstums- und einen Verbrauchsteil aufgeteilt. Die Einkommenssicherung soll so von jenem Geld getrennt werden, das in dem Wachstumsteil mit mehr Risiko angelegt werden kann. Hier kommt die Schweiz ins Spiel, denn diese „Etappenstrategie“ ist am Konzept der eidgenössischen Pensionskassen angelehnt.

Die Stimme stammt tatsächlich aus dem Unternehmen

Die ultimativen Tipps gibt es am Informationsabend natürlich nicht - vielmehr versuchen Huber und sein Partner, die Anwesenden an die finanzielle Problematik, die der Ruhestand mit sich bringen kann, heranführen: Was sind Einkommenslücken, und wie kann man ihnen begegnen? „Wir wollen ihnen keine Angst machen“, versichert Huber, während er auf die Risiken von Inflation, unvorhersehbaren Gesundheitskosten und steigenden Steuern hinweist. Dass man mit dem Angebot von Vermögensberatung und -verwaltung nach wie vor in schwierigen Gewässern fischt, scheint beiden klar zu sein: Auf Unabhängigkeit, Transparenz und den Verzicht auf eigene Produkte wird mehrmals hingewiesen - und auch auf die Honorare, die nach der ersten ebenfalls unentgeltlichen, individuellen Beratung anfallen. Laut Huber melden sich im Schnitt fünfzig Prozent der Teilnehmer eines Informationsabends für ein Gespräch an. Bei etwa einem Drittel bleibe es bei diesem ersten Kontakt. Oft seien gerade die Deutschen allerdings nicht bereit, für Dienstleistungen Geld auszugeben, obwohl dies Voraussetzung sei, um fachkundigen Rat zu bekommen.

Dennoch scheint die Strategie aufzugehen: Das VZ macht nach eigenen Angaben mehr als 6000 Beratungen im Jahr und verwaltet Vermögen in Höhe von sechs Milliarden Euro. In Düsseldorf hat das Haus unlängst seine neue Niederlassung eröffnet. Nun fragt der besagte Schweizer auch in Nordrhein-Westfalen, ob man kurz vor dem Ruhestand stehe und sein Geld vermehren wolle - oder? Die Stimme stammt übrigens tatsächlich aus dem Unternehmen: sie gehört wirklich Tom Friess, dem VZ-Geschäftsführer in Deutschland.

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Von Matthias Alexander

Wer immer nach der Landtagswahl im September Finanzminister wird, steht mit Blick auf den kommunalen Finanzausgleich vor einer undankbaren Aufgabe. Schon bis Ende 2015 muss ein neues Modell gefunden sein. Mehr 1

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