09.12.2005 · Der Frankfurter Energieversorger Mainova AG will seine Strompreise am 1. Januar um sieben Prozent erhöhen. Die Preiserhöhung ist in dieser Woche vom Aufsichtsrat der Mainova beraten worden. Das Land muß aber noch zustimmen.
Der Frankfurter Energieversorger Mainova AG will nach Informationen der Rhein-Main-Zeitung seine Strompreise am 1. Januar um sieben Prozent erhöhen. Die Preiserhöhung ist in dieser Woche vom Aufsichtsrat der Mainova beraten worden, dessen Vorsitzende die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) ist. Allerdings muß eine solche Heraufsetzung vom hessischen Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) genehmigt werden.
Er hatte schon vor Wochen zu ähnlichen Anträgen der anderen hessischen Stromversorger wissen lassen, eine Erhöhung, die über sechs Prozent hinausgehe, sei mit ihm nicht zu machen. Vor einem Jahr hatten die Unternehmen ebenfalls Erhöhungen um sechs bis sieben Prozent beantragt; genehmigt worden waren durchschnittlich 3,3 Prozent. Die IHK Frankfurt wies gestern darauf hin, daß steigende Strompreise die Unternehmen unter Druck setzten.
Die Mainova hatte erst zum 1. Oktober die Gaspreise um durchschnittlich elf Prozent erhöht. Um diesen Schritt hatte es ein heftiges Gerangel zwischen dem Unternehmen, dem Land sowie der im Mainova-Aufsichtsrat sitzende Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) und den Stadtverordneten gegeben. Da das Unternehmen zu etwa drei Vierteln der Stadt Frankfurt gehört, spielen die Politiker des Viererbündnisses eine entscheidende Rolle.